Von Punta Sabbioni nach Venedig

Wer in Cavallino, Jesolo oder Eraclea Mare Urlaub macht, hat es nicht weit in die vielleicht schönste Stadt der Welt: Venedig. Mit Auto oder Bus erreicht man bequem den Schiffsableger von Punta Sabbioni. Von hier aus ist man in einer guten dreiviertel Stunde am Markusplatz …

Punta Sabbioni

Venedig 2010 (Foto: Hanns Gröner)
Punta Sabbioni – guter Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Venedig (Foto: Hanns Gröner, 2010)

Von hier fahren die Schiffe (Vaporetto) nach Venedig oder zu den Laguneninseln Murano, Burano und Torcello. In der Anlegestelle gibt es jede Menge bewachter schattiger Parkplätze (ca. 5 Euro pro Tag, Stand 2013).

Die Schiffe nach Venedig fahren je nach Saison ein- bis zweimal pro Stunde. Die einfache Fahrt kostet 7 Euro (Ticket gilt 1 Stunde). Ein Tagesticket gibt es für 20 Euro (24 Stunden ab Entwertung), für zwei Tage bezahlt man 30 Euro.

Schiff von Punta Sabbioni nach Venedig (Foto: Hanns Gröner, 2015)
Die „Poveglia“ – Schiff von Punta Sabbioni nach Venedig (Foto: Hanns Gröner, 2015)

Kurz nach Ablegen sieht man auf der linken Seite das gewaltige (und nicht ganz unumstrittene) Bauprojekt MO.S.E. Dieses soll Venedig vor Hochwasser und dem vorausgesagten Untergang schützen. Man mag hoffen, dass es seinen Zweck erfüllt. Geld hat es genug gekostet …

Lido di Venezia

Ein paar Minuten später lässt das Schiff die Mündung der Lagune zum Meer (auf der linken Seite) hinter sich und fährt weiter Richtung Venedig. Auf der linken Seite erscheint bald die markante türkisfarbene Kuppel nahe dem Hafen von Venedig Lido (Lido di Venezia S.M.E.).

Lido die Venezia (Foto: Hanns Gröner, 2015)
Lido die Venezia (Foto: Hanns Gröner, 2015)

Früher ein luxuriöser Badeort mit literarischer Erwähnung in Thomas Mann’s Kaufmann von Venedig, ist der Lido auch heute noch ein beliebter Badeort und angenehmer Zwischenstopp zwischen Venedig und Punta Sabbioni. Nette Lokale und Geschäfte laden zum Shoppen und Verweilen ein.

Bald nach Verlassen der Anlegestelle eröffnet sich das berühmte Panorama von Venedig – der Serenissima: In in der Mitte San Marco und der Dogenpalast.

Venedig 2015 - die Serenissima (Foto: Hanns Gröner)
Venedig 2015 – die Serenissima (Foto: Hanns Gröner)

Man kann es nicht oft genug sehen und erleben (mir geht es zuminest so) – deshalb hier die spannenden Eindrücke der Überfahrt von Punta Sabbioni nach San Marco im Video:



Venedig | Venezia | Venice | Velence

Italien | Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Dogenpalast und San Marco – der Glockenturm der Markuskirche  (Foto: Hanns Gröner)

Die Schiffe der Linie 14 erreichen San Marco über die Anlegestelle “San Marco – S. Zaccaria (Pietá)”. Von hier sind es etwa 500 Meter bis zum Markusplatz.

Auf dem Weg dorthin kann man auch schon gleich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Venedigs sehen: die Seufzerbrücke. Eine kleine, fast unscheinbare Brücke zwischen Dogenpalast und dem historischen Gefängnis. Wer auf der Brücke vor dem Dogenpalast nicht stehen bleibt und nach rechts sieht hat sie auch schon übersehen…

Venedig - Seufzerbrücke (Foto: Hanns Gröner, 2015)
Venedig – Seufzerbrücke (Ponte dei sospiri) mit dem Dogenpalast (links) und dem Gefängnis (Palazzo delle Prigioni) rechts (Foto: Hanns Gröner, 2015)
Italien | Venedig - Seufzerbrücke
Venedig | Seufzerbrücke (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig - Seufzerbrücke
Italien | Venedig – Seufzerbrücke im künstlerischen (werblichen) Gewand (Foto: Hanns Gröner)

Wer Venedig schon kennt, etwas mehr Zeit hat und Ruhe sucht oder einfach den Massen aus dem Weg gehen will, kann vom Anleger S. Zaccaria die Linie 2 zur kleinen Insel San Giorgio nehmen.

San Giorgio

Seit ich die kleine Insel und den tollen Blick von dort auf die menschenüberfüllte Seite (Markusplatz) entdeckt habe, vergeht kein Venedigausflug mehr ohne hierher zu kommen. Mit dem Vaporetto ist es nur eine Station und man kann in Ruhe einen tollen Blick genießen. Natürlich kann man auch – bequem mit einem Lift (ca. 6 Euro) – auf den Glockenturm hochfahren und eine fantastische Aussicht genießen.

Venedig | Gondel vor San Giorgio (Foto: Hanns Gröner, 2010)
Venedig | Gondel vor San Giorgio (Foto: Hanns Gröner, 2010)
Venedig 2010 (Foto: Hanns Gröner)
Venedig 2010 (Foto: Hanns Gröner, 2010)
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Venedig | San Giorgio  – im Hintergrund die Kuppel von Santa Maria della Salute (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Yachthafen auf San Giorgio im Vordergrund (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Blick von San Giorgio auf Salute (links) San Marco und Dogenpalast (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Blick von San Giorgio auf den Giudecca Kanal (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig - Hotel Cipriani (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Hotel Cipriani auf der Insel Giudecca (Foto: Hanns Gröner)

Das historische Zentrum

Mit der Linie 2 geht es zurück nach S. Zaccaria. Über die Riva degli Schiavoni erreicht man das historische Zentrum zwischen Markusplatz und Rialto. Wer früh am Morgen bei Sonnenaufgang hier ist, hat mit etwas Glück den Platz sogar für sich ganz allein.

Italien | Venedig
Venedig | Riva degli Schiavoni kurz nach Sonnenaufgang (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig - Markusplatz
Italien | Venedig – Markusplatz am frühen Morgen (Foto: Hanns Gröner)
Italien | Venedig am Morgen
Venedig am frühen Morgen (Foto: Hanns Gröner)
Venedig | Uhrturm Torre dell'Orologio (Foto: Hanns Gröner)
Venedig | Uhrturm Torre dell’Orologio am Markusplatz (Foto: Hanns Gröner)

Seufzerbrücke, Markusplatz, Rialtobrücke – das sind die bekanntesten (aber bei weitem nicht die einzigen) Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum. Vom Markusplatz aus führen viele enge Gassen Richtung Rialtobrücke. Zu Fuß erreicht man die wohl bekannteste Brücke in etwa 20 Minuten. Oder man nimmt den Weg über das Wasser. Vom Ableger S. Marco Vallaresso oder Giardinetti erreicht man mit den Linien 1 oder 2 die Rialtobrücke auf bequemere Art (vorausgesetzt der Vaporetto ist nicht allzu voll).

Venedig | Santa Maria della Salute (Foto: Hanns Gröner)
Venedig | Santa Maria della Salute (Foto: Hanns Gröner)
Venedig 2017 - Palazzo am Canal Grande (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Palazzo am Canal Grande (Foto: Hanns Gröner)
Camping Urlaub Sommer 2017 - Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Venedig – Gondel vor Rialtobrücke (Foto: Hanns Gröner)

Vorbei an Kirchen, schönen alten Palästen, Luxushotels und Restaurants erreicht man nach etwa 20 Minuten die Rialto Brücke. Hier lohnt es sich auszusteigen und die Umgebung rund um die Brücke zu erkunden. Auch die Viertel in Richtung Bahnhof (Santa Lucia) sind sehens- und erkundenswert.

Italien | Venedig - Rialtobrücke
Italien | Venedig – Rialtobrücke (Foto: Hanns Gröner)

Regatta Storica

Ein besonderes Highlight im Septemberist die Regatta Storica.

Jedes Jahr findet am ersten Sonntag im September dieses historische Bootsrennen auf dem Canal Grande statt. Dieser Film zeigt Eindrücke von diesem spektakulären Event.

Weitere Informationen auf der offiziellen Homepage des Veranstalters.

Giudecca Passage

Häufig ist in der Presse zu lesen, dass die vielen Touristen Fluch und Segen zugleich sind für Venedig. Besonders in der Kritik stehen dabei auch die großen Kreuzfahrtschiffe weil sie u. A. mit ihren Abgasen die Bausubstanz der alten Gebäude schädigen. Rein optisch betrachtet bieten die Schiffe durchaus viele spektakuläre Ansichten. In diesem Film verfolgen wir eines der großen Schiffe bei der sehenswerten Hafenausfahrt bis auf Höhre von Punta Sabbioni wo die Lagune von Venedig ins offene Meer übergeht.

Der Film endet dort wo unser Ausflug begonnen hat. In Punta Sabbione. Die Schiffe fahren bis weit in die Nacht. Es lohnt sich, länger zu bleiben als es die Massen tun! Mein Tipp: einfach am Lido aussteigen, ein schönes Abendessen genießen und mit dem nächsten oder übernächsten Schiff zurück nach Punta Sabbioni fahren. Dort wartet das Fahrrad, das eigene Auto oder der Bus in Richtung Jesolo.

Ich freue mich schon jetzt auf’s nächste Mal!


Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Venedig im Sonnenuntergang – links die Kuppeln von San Marco (Foto: Hanns Gröner)

Hinweis:

der Beitrag wurde – dank eines Leserhinweises wonach einige Links nicht mehr funktionierten – im Winter 2018 noch einmal bearbeitet.

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