Die Vorhersage konnte nicht besser sein: 14 Grad und Sonnenschein. Doch blicken lässt sich die Sonne nicht. Zumindest nicht am Vormittag um neun Uhr hier in MĂ¼nchen… Spontan packen wir also Bergschuhe, Fotoapparat und Jacken und fahren los. Auf dem Weg besorgen wir noch etwas Brotzeit fĂ¼r die Fahrt. Doch zu unserer Ăœberraschung ist kaum Verkehr auf der Autobahn nach Holzkirchen und auch auf der LandstraĂŸe nach Bad Tölz kommen wir schnell voran. So erreichen wir gegen 11 Uhr die Talstation des Brauneck in Lenggries.
Dort kaufen wir ein Familienticket fĂ¼r die Bergfahrt (27 €) und nehmen die nächste Gondel Richtung Gipfel. Wartezeiten gibt es zum GlĂ¼ck nicht…









Unser Ziel ist die Stiealm unterhalb des Idealhang
Von der Bergstation (toller Ausblick) sind es nur wenige Minuten bis zum Gipfel. Im SĂ¼den sieht man die Alpenkette und davor (oder darĂ¼ber?) Gleitschirmflieger. Im Norden liegt MĂ¼nchen. Und Nebel. Also: bis hierhin alles richtig gemacht.
Wir laufen vorbei am Startplatz der Gleitschirmflieger in Richtung Tölzer HĂ¼tte. Kurz danach trennt sich der Weg. Wir nehmen den schmalen Weg rechts quer durch den Hang (Weg 4a). Eine gute Entscheidung. Den Kindern (beide 11) macht es SpaĂŸ und wir ersparen uns zum Teil recht steiles Auf- und Ab auf dem Kiesweg. In einer guten halben Stunde erreichen wir bequem die Stiealm. Kurz vor dem Abstieg gibt es noch eine schöne Kletterstelle mit Kreuz und Steinbock. Nicht unbedingt etwas fĂ¼r zuschauende MĂ¼tter aber den Kindern gefällt’s…












Angekommen in der Stiealm heiĂŸt es Brotzeit machen, Ausblick und Sonne genieĂŸen. Die Kasspatz’n mit Röstzwiebeln und hausgemachtem Almkas sind wie immer lecker. Die Kinder vertreten sich noch die FĂ¼ĂŸe im Kneipp FuĂŸbad und wir (die Eltern) machen uns Gedanken Ă¼ber den RĂ¼ckweg ins Tal. Die Stiealm ist Ă¼brigens die letzte von reichlich vielen HĂ¼tten rund um den Braueckgipfel. Wer noch weiter will – z. B. zur Benedigtenwand oder Tutzinger HĂ¼tte – sollte genĂ¼gend Zeit und Proviant mitnehmen.
Es ist 14 Uhr. Wir brechen auf und entscheiden uns fĂ¼r die Route nach Wegscheid. Wir kommen vorbei an Strasser Alm, FlorihĂ¼tte und KotalmhĂ¼tte. Die Abzweigungen Richtung Seufzer Weg vermeiden wir – der Name verheiĂŸt schlieĂŸlich nichts Gutes…





Wir laufen entlang Weg 3 und ab FlorihĂ¼tte (Nr. 8 im Plan) wieder bergauf um Ă¼ber den Hang (10a) die Kotalm zu erreichen. Von dort geht es auf einem Kiesweg beständig und oft recht steil talabwärts. Kurz vor der Talstation des Draxllifts Ă¼berlegen wir, wie wir von hier am besten zurĂ¼ck zur Talstation der Brauneckbahn kommen. Der kĂ¼rzeste Weg wäre quer Ă¼ber die Wiese hinĂ¼ber zum Jaudenlift. Vorbei an ein paar grasenden KĂ¼hen. Zum GlĂ¼ck entscheiden wir uns gegen diese Option, denn plötzlich geraten 2 Rinder mächtig in Streit und stoĂŸen immer wieder mit den Köpfen zusammen… Ganz so harmlos wie sie aussehen sind die Rinder also wohl nicht!
Gleich unterhalb der Talstation des Draxllifts gehen wir durch eine Ă–ffnung des Zauns zur Talstation des Jaudenlifts. Dort folgen wir dem rot eingezeichneten Weg in Richtung Steinbruch und Gilgenhöfe. Auf der wenig befahrenen StraĂŸe gehen wir weiter in Richtung Luitpoldhöfe und folgen den Schildern Richtung Brauneckbahn.
Fazit: das Brauneck ist immer einen Ausflug wert. Wer Probleme mit den Knien hat, der sollte den doch recht langen und oft steilen Abstieg besser meiden. Kindern macht er aber durchaus SpaĂŸ. Die Zeit fĂ¼r den RĂ¼ckweg von der Stiealm (mit 2h angegeben) sollte man nicht unterschätzen. Rechnet man die Zeit von den Liften in Wegscheid hinĂ¼ber zur Brauneckbahn hinzu, ist es noch mal knapp 1h mehr. Schön, wenn man den Parkplatz noch bei Tageslicht erreicht. An der Talstation gibt es ein nettes Lokal (die alte Mulistation) um sich zu stärken…
Links:
Wanderkarte
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Bergbahnen Brauneck Lenggries-Wegscheid
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