Mehr Strom und Autarkie für unser Wohnmobil | Teil 1 – der Wechselrichter

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Strom kommt nicht immer aus der Steckdose. In dieser kleinen Beitragsserie beschäftige ich mich einmal näher mit dem Thema „mehr Strom und Autarkie“ im und für unser Wohnmobil. Im ersten Teil geht es um den Wechselrichter.

Die Überlegungen begannen mit dem Wunsch, Laptop, iPhone und Videoausrüstung unterwegs ohne große Einschränkungen nutzen und dazu laden zu können. Und zwar auch, wenn wir mal nicht am Landstrom angeschlossen sind.

Fein wäre es natürlich auch einmal die Kaffeemaschine, den Wasserkocher, einen Fön oder ein anderes elektrisches Gerät anschließen und betreiben zu können.

So schnell können die Ansprüche also wachsen. Und so sind wir dem Thema dann begegnet.

Zusammenfassung

Um das Thema zu lösen, haben wir uns vier Dinge näher angesehen und angeschafft:

  1. Einen Wechselrichter zum Anschluss normaler Hausgeräte an eine Schukosteckdose
  2. Eine leistungsstarke Batterie mit App zur Kontrolle des Ladezustandes
  3. Mobile Solarpanels um im Stand die Batterie durch Sonnenenergie zu laden
  4. Einen Ladebooster um den Ladevorgang während der Fahrt zu unterstützen und zu beschleunigen

Seit dem Einbau in einer Fachwerkstatt sind erst ein paar Tage vergangen. Derzeit bin ich unterwegs in den Bergen – auch um die Funktionen sowie die Kapazitäten zu testen.

Der Wechselrichter

Problem: Wenn das Wohnmobil nicht am Landstrom angeschlossen ist, bekommen die verbauten „normalen Steckdosen“ (Schuko) keinen Strom. Somit können über diese Schukosteckdosen keine elektrischen Geräte betrieben oder geladen werden.

Lösung: Ein Wechselrichter holt sich den Strom von der Aufbaubatterie, wandelt diesen von 12 Volt Gleichstrom in 230 Volt Wechselstrom. Diesen stellt der Wechselrichter dann an einer oder in unserem Fall an zwei „normalen Steckdosen“ (Schuko), die im Gehäuse des Wechselrichters integriert sind, zur Verfügung. So lassen sich die gewünschten Geräte selbst oder ein Verlängerungs- bzw. Verteilerkabel am Wechselrichter anschließen und mit Strom versorgen.

Wechselrichter Antarion im Carado T447 (Foto: Hanns Gröner)
Wechselrichter Antarion mit 1500 Watt im Carado T447 – auf der linken Seite ist das Verlängerungskabel an einer der beiden Schukosteckdosen angeschlossen (Foto: Hanns Gröner)

Ein wichtiges Kriterium eines Wechselrichters ist die Ausgangsleistung – hier 1500 Watt. Damit lassen sich also Geräge mit einer Leistung von 1500 Watt betreiben. Hilfreich ist auch ein deutlich höherer Wert als kurzfristige Spitzenleistung. Beim Antarion sind es 2.900 Watt. Das ist wichtig, beim Betrieb von Geräten, die beim Einschalten oder Hochfahren kurzfristig eine höhere Leistung abrufen wie das z. B. bei einer Kaffeemaschine der Fall sein kann.

Es gibt Wechselrichter zu deutlich niedrigeren Preisen auch mit geringerer Ausgangsleistung. Mir war es wichtig, dass ich mich nicht von Beginn an zu sehr beschränke und, wenn der Wunsch einmal da ist, zum Beispiel keine Kaffeemaschine oder einen Fön betreiben kann.

Fazit:

Den Wechselrichter habe ich bereits vor einem guten halten Jahr einbauen lassen. Ich bin mit dieser Lösung und dem Gerät sehr zufrieden. Wichtig ist wohl auch, dass ein solches Gerät eine qualitativ konstant hochwertige Sinuskurve liefert weil manche Geräte, wie zum Beispiel Laptop-Netzteile, sehr empfindlich sein können. So wurde es mir zumindest erklärt, glauben wir es einfach mal.

Auch einen Heizlüfter habe ich im Winter zu Testzwecken einmal angeschlossen. Auch das funktioniert problemlos. Nur: ein solches Gerät zieht sehr viel Strom und erhöht den Batterieverbrauch enorm!

Damit sind wir auch schon bei den nächsten Themen angelangt: dem Aufladen der Batterie durch Solar und einer deutlich leistungsstärkeren Lithium-Batterie. Damit beschäftige ich mich im nächsten Beitrag.

Bewertung: 4 von 5.

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