Kurzurlaub mit Kindern | Straßburg und Europa-Park

Die Herbstferien stehen an. Und damit die wohl letzte Gelegenheit des Jahres ein paar Sonnenstrahlen bei milden Temperaturen zu genießen. Dieses Mal zieht es uns nach Frankreich. Genauer gesagt nach Straßburg. Die Stadt im Elsass ist nicht allzu weit entfernt und bietet gleichzeitig die Möglichkeit den Europa-Park bei Rust zu besuchen…

Ein Reisetagebuch

+++ 1. Tag +++ München – Meersburg – Donaueschingen – Straßburg

Unsere Ziele sind Straßburg und ein Ausflug in den Europa-Park in Rust. Der kürzeste und schnellste Weg dorthin führt über die A8 (Stuttgart, Karlsruhe). Laut Google Maps sind es nach Straßburg 370 und in den Europark 390 Kilometer. Fahrzeit jeweils knapp 4 Stunden.

Es ist Feiertag, Allerheiligen, das Wetter ist schön und wir entscheiden uns für eine etwas längere Route über den Bodensee und Donaueschingen.

Gegen Mittag erreichen wir Meersburg. Um die kleine Stadt mit schöner Seepromenade zu erreichen, muss verlässt man die Bundesstraße 31 und folgt der Beschilderung Richtung Altstadt / Zentrum. Wir parken in der Nähe des Kirchplatzes und laufen durch die schönen Gassen hinunter zum See wo sich der Nebel langsam lichtet.

Nach dem Mittagessen (Meersburger Winzerstuben,  angenehmes Lokal mit Terrasse und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis) machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Gassen hinauf zum neuen Schloss. Von hier hat man einen schönen Blick über die Burg und den Bodensee…

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Unser nächstes Ziel ist der Ursprung der Donau in Donaueschingen (von Meersburg etwa 80 Kilometer, knapp 1 Stunde Fahrt). Das Navi lotst uns in die Josefstraße, hier parken wir und laufen die knapp 2 Kilometer durch einen schönen Park zum Zusammenfluss von Brigach und Breg. Wie lernt man so schön in der Schule? „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“. Und so sieht es dort aus:

Die Donau kennen wir bisher nur als breiten Fluss. Hier, am Ursprung, kann man erleben, wie aus zwei kleineren der zweitgrößte und -längste Fluss Europas wird…

Donaueschingen November 2016
Aus zwei wird eins. Durch den Zusammenfluss von Brigach (links) und Breg (rechts) entsteht der zweitgrößte Fluß Europas. Die Donau (mitte). Foto: Hanns Gröner

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Tipp: ganz in der Nähe des Zusammenflusses gibt es am Südteil des nahegelegenen Fußballplatzes einen Wohnmobilstellplatz.

Nach einem schönen Spaziergang entlang der Brigach und zurück quer durch den Park  fahren wir weiter über die B33 (Villingen-Schwenningen, Triberg, Offenburg) nach Straßburg (etwa 120 km, knapp 2 Stunden Fahrt). Kurz vor der Ortsausfahrt passieren wir die Donauquelle (für deren Besichtigung uns die Zeit heute leider nicht mehr reicht).

Am frühen Abend erreichen wir unser Ziel. Ein Navi ist inzwischen ja Standard – aber hier in Straßburg bin ich besonders froh das Gerät dabei zu haben. Der Weg in den Norden der Stadt erscheint deutlich weiter als angenommen, die Verkehrsschilder sind schwer lesbar und die Ortsnamen ungewohnt…

+++ 2. Tag +++ Straßburg

Das Programm heute: Stadtbesichtigung. Von unserem Appartement (Ruby Suites, einfach und bequem gebucht über http://www.booking.com) erreichen wir in wenigen Minuten die Altstadt.

Unser Ziel ist das Straßburger Münster. Auf dem Weg dorthin und in den Gassen der Altstadt rund um die Kathedrale gibt es viele Läden und Restaurants. Nach längerem Suchen entscheiden wir uns für das Muensterstuewel (gutes Essen, zwischen Münster und dem Palais Rohan).

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Auf dem Rückweg zum Hotel liegt das Einkaufszentrum „Place des Halles“. Hier kaufen wir ein für unser Abendessen im Apartment…

+++ 3. Tag +++ Straßburg – Europa-Park (Rust und zurück)

Es ist Donnerstag, die Wettervorhersage ist gut. Wir stehen früh auf um möglichst vor 10 Uhr im Europa-Park zu sein. Die Freude der Kinder ist groß, schließlich haben auch Freunde von Ihnen einen Ausflug in den Freizeitpart geplant. Von Straßburg aus ist Rust in etwa einer Stunde gut erreichbar. Wir fahren auf der französischen Seite bis Rhinau und überqueren dort mit der Fähre (schnell und kostenlos) den Rhein.

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Rheinfähre bei Rhinau (Frankreich). Foto: Hanns Gröner

In Kappel trinken wir einen Kaffee und erreichen ein paar Minuten später Rust und den Europa Park. Nahe dem Haupteingang gibt es einen riesigen Parkplatz (5 €, Reihe und Block merken!) von wo man bequem über überdachte Rollbahnen zum Haupteingang kommt. Pro Person zahlen wir 44,50 €. Kinder zahlen ab 12 Jahre den vollen Preis für Erwachsene.

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Eine von mehreren „Wasserachterbahnen“ im Europa-Park. Hier Griechenland (Foto: Hanns Gröner)

Dafür kann man die meisten Fahrgeschäfte oder Attraktionen kostenlos nutzen. Praktisch Flat-Rate-Achterbahn-Fahren bis es dunkel wird… Wenn da nur nicht die manchmal langen Wartezeiten wären… Wir haben scheinbar einen guten Tag erwischt. Das Wetter ist sonnig und es sind nicht allzu viele Besucher im Park. Länger als 30 Minuten mussten wir nirgends warten.

Besonders angetan haben es uns die (schon erwähnten) Achterbahnen: Silver Star, Blue fire und Wodan. Der Silver Star ist eine schier unglaublich große Achterbahn in der Nähe des Haupteingangs. In der Blue fire wird man mit raketenartiger Geschwindigkeit nach oben geschossen und die Holzachterbahn (Wodan) ist eine Art Höllenritt (höllisch laut und höllisch schnell rast man durch die aufwändige Holzkonstruktion).

Aber der Park bietet nicht nur „höher schneller weiter“. Mir gefällt die überall sichtbare Liebe zum Detail, mit der die unzähligen Attraktionen, Fahrgeschäfte, Wege etc. gestaltet sind. Nur Ein Beispiel dafür ist der Themenbereich „Arthur“. Hier schwebt man mit einer (deutlich weniger spektakulären) Achterbahn durch eine schön gestaltete Märchenwelt. Für alle Altersklassen ist etwas geboten! Lässt man die Fahrgeschäfte außen vor, ähnelt der Park einer Art Weltausstellung. Die einzelnen Bereich tragen die Namen Europäischer Länder oder Regionen und es gibt überall Lokale oder kleinere Imbissstände mit landestypischen Leckereien (Übersicht Lokale). Wer es modern mit technischem Schnickschnack mag, dem wird das Looping Restaurant gefallen. Hier landen Speisen und Getränke auf Schienen beim Gast… Aber: in der Mittagszeit lange Schlange!

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„Food Loop“ – Restaurant im Europa-Park (Foto: Hanns Gröner)

Im November wird es früh dunkel. Und kalt. Ein letztes Mal reihen wir uns ein um Wodan, die Holzachterbahn, zu fahren. Nichts für schwache Nerven… Nach gut acht Stunden Horror (Tenems Rache, sehr dunkel und schreckhaft, eher nichts für kleine Kinder!), Spaß (4D Kino) und Action (verschiedenste Fahrgeschäfte) verlassen wir den Park und stärken uns in einem Restaurant in Rust für die Rückfahrt nach Straßburg.

+++ 4. Tag +++ Straßburg – München

Mediterranes Feeling am Bodensee, Ursprung der Donau, Europapolitik und Adrenalin pur. Wir haben viel erlebt in den drei Tagen. Nachdem wir zuletzt öfter mit dem Wohnmobil unterwegs waren, haben wir uns dieses Mal wieder für eine Reise mit dem PKW und Übernachtungen in einer „festen“ Unterkunft entschieden. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Für den Besuch einer Stadt wie Straßburg im November ist ein Apartment keine schlechte Lösung. Im Sommer aber dann doch gerne wieder mit dem Reisemobil…

Bevor es auf die Autobahn zurück nach München geht, steht noch ein wenig Europapolitik auf dem Programm: Das Europäische Parlament.

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