Skifahren im Naturpark Drei Zinnen

Die Drei Zinnen kennt fast jeder – vom gleichnamigen Skigebiet hört man hierzulande dagegen eher selten. Derweil hat es für Skifahrer eine Menge zu bieten. Zum Beispiel die steilste Abfahrt Italiens. Aber der Reihe nach.

Wir wohnen drei Nächte im Haus Spielbichl in St. Martin nahe St. Lorenzen bei Bruneck. Von hier erreichen wir das Skigebiet der Drei Zinnen bequem in einer Dreiviertelstunde mit dem Auto. Auf dem Parkplatz P2 parken wir kostenlos. Zur Talstation der Helmbahn (Monte Elmo) sind es gut 150m.

Übrigens: wer das Auto lieber stehen lassen möchte, kann die Helmbahn noch bequemer mit dem Zug erreichen. Der Ski Pustertal Epress verbindet unter anderem die zwei Talstationen Vierschach-Helm (Skigebiet Drei Zinnen) und Percha-Ried (Skigebiet Kronplatz) in nur 35 Minuten. Der Zug verbindet die Endhaltestellen Franzensfeste und Lienz. Er hält u. A. in St. Lorenzen, Bruneck, Toblach und Innichen. Durch Schneedruckschäden ist die Bahnstrecke aktuell (Januar 2020) jedoch nur  abschnittweise in Betrieb. Also unbedingt vorab informieren ob die Bahnstrecke den gewünschten Abschnitt befährt (Link).

Punka

Ein paar Schritte neben der Talstation der Helmbahn – direkt verbunden mit dem Übergang zur Haltestelle des Ski Pustertal Express – gibt es ein nagelneues Skizentrum (Punka) mit allen Services, die man als Skifahrer braucht (Skipassverkauf, Skischule, Skiverleih, Skidepot etc.). Achtung: um einen Skipass zu kaufen sollte man eine Nummer ziehen und auf die Anzeige achten. Toll: man wartet im Warmen!

Dolomiten im Januar 2020 - Skistation Punka an der Talstation der Helmbahn mit Anschluss an den Ski Pustertal Express (Foto: Hanns Gröner)
Dolomiten im Januar 2020 – Skistation Punka an der Talstation der Helmbahn mit direktem Anschluss an den Ski Pustertal Express (Foto: Hanns Gröner)

Vom Helm über den Stiergarten zur Rotwand

Dolomiten im Januar 2020 - Blick auf den Helm (Foto: Hanns Gröner)
Dolomiten im Januar 2020 – Blick auf den Helm aus der „Hasenköpflbahn“ (Foto: Hanns Gröner)

Mit der Umlaufseilbahn „Vierschach-Helm“ (13) und weiter mit der neuen, super modernen Achtersesselbahn „Hasenköpfl“ (16) fahren wir hinauf zum Helm. Von hier genießen wir den wunderbaren Blick auf die gegenüber liegenden Gipfel der Sextner Dolomiten.

Dolomiten im Januar 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Dolomiten im Januar 2020 – Blick vom Helm auf die Sextner Dolomiten (Foto: Hanns Gröner)

Während wir hinunter fahren zur Stiergartenbahn (40) genießen wir das herrliche Panorama vor uns minutenlang. Landschaftskino vom Feinsten. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten und habe dazu ein kleines Video geschnitten:

 

Vorbei an der Dreizinnenbahn (41) fahren wir weiter über Signaue hinauf ins Rotwandgebiet. Bei Temperaturen um die null Grad haben wir beste Pistenbedingungen. Wir folgen den hellblauen Schildern Richtung Rotwand / Croda Rossa.

Dolomiten im Januar 2020 - Blick Richtung Rotwand (Foto: Hanns Gröner)
Dolomiten im Januar 2020 – Blick Richtung Rotwand (Foto: Hanns Gröner)

 


Holzriese

Die Abfahrt gilt als die steilste in Italien. Das ist für uns natürlich ein „Muss“. Weniger weil ich solche „Trophäen“ (siehe Artikel in der Welt) sammeln würde. Eher weil ich schwere, steile Abfahrten mag und diese einfach gerne fahre. Andererseits höre ich immer wieder, Skifahren in den Dolomiten sei eher langweilig weil die Pisten meist flach, breit und wie Autobahnen sind. Gut, Geschmäcker sind verschieden. Ich finde die Pisten in Südtirol suchen ihresgleichen. Bestens präpariert, sehr gut zu fahren und mit unter sogar schwarz. Und davon gibt es nicht gerade wenige!

 

Jetzt aber ersteinmal hinein ins schwarz-steile Vergnügen. Und natürlich habe ich auch zu dieser Abfahrt ein kleines Video geschnitten:

 


Kreuzbergpass

Mit der Bad Moos-Rotwandwiesnbahn (3) fahren wir wieder hinauf Richtung Rotwand und von dort weiter mit dem Schlepplift Porzen (5). Hier folgen wir nun der roten Beschilderung „Giro delle Cime“ und gleiten den Unesco-Skiweg (I) entlang hinüber zum Kreuzbergpass.

Im gleichnamigen Hotel machen wir Pause und essen zu Mittag (Spaghetti Carbonara und Tagliatelle mit frischen Tomaten und Stracciatellakäse – beides sehr gut). Vom Kreuzbergpass kann man noch weiter fahren bis ins Skigebiet Val Comelico.

 

Busfahrplan Kreuzbergpass (Foto: Hanns Gröner)
Busfahrplan Kreuzbergpass (Foto: Hanns Gröner)

Da die geplante Seilbahn in Bagni di Valgrande noch nicht fertig ist, müsste man von dort mit dem Bus zum Lift in Padola fahren und von dort wieder zurück über den Kreuzbergpass nach Signaue. Wir entscheiden uns gegen diesen Abschnitt und fahren mit dem Bus direkt vom Kreuzbergpass zurück nach Signaue.

Um von dort wieder zurück nach Vierschach zu kommen, fahren wir mit der Dreizinnenbahn (41) hinauf zum Stiergarten und von dort hinunter nach Sexten. Die Abfahrt wird durch ein kleines Talstück unterbrochen, welches man bequem mit der Seilbahn (40) überquert. Von Sexten bringt uns die Großkabinenbahn (11) wieder hinauf auf den Helm.

 


Fazit:

Das Jahr 2020 beginnt für uns mit einem echten Skihighlight. Skifahren bei besten Bedingungen in einer traumhaften Landschaft. Das Skigebiet Drei Zinnen ist für sportliche Fahrer ebenso gut geignet wie für Familien oder Anfänger. Hier wurde in den letzten Jahren erkennbar investiert. Vom modernen Skizentrum in Vierschach bis hin zu super modernen Liftanlagen (beheizte Sitze im Sessellift, höhenverstellbare Einstiegshilfen) und einer umweltfreundlichen Anbindung der Seilbahn an die Zugverbindung zwischen Lienz und Franzensfeste. Ich freue mich schon auf‘ nächste Mal. Wir kommen gerne wieder.

Am Ende darf natürlich ein kleiner Abstecher in den Funpark nicht fehlen. Auch dazu gibt es ein kleines Video:

 


Tipps:

  • Mittagessen – das Hotel am Kreuzbergpass bietet sich an für eine leckere Mahlzeit. Wir haben sehr gut gegessen (Tagliatelle mit frischen Tomaten und Stracciatellakäse und Spaghetti Carbonara). Wem es nicht zu kalt ist, kann vor dem Hotel in der Sonne sitzen.
  • Bus zurück vom Kreuzbergpass – die Busse zurück Richtung Sexten fahren in großzügigen Abständen –  in der Mittagszeit einmal pro Stunde.
  • Vom Kreuzbergpass nach Val Comelico – um die Giro delle Cime komplett zu machen, müsste man noch weiter fahren Richtung Val Comelico. Liftanlagen sind allerdings erst in der Projektierung und die laut Liftplan eventuell etwas längere Busfahrt haben wir uns erspart (vielleicht war auch der Abenteuerdrang nicht ausgeprägt genug).

Danke:

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