Über die Großglockner Hochalpenstraße

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Die Großglockner Hochalpenstraße ist eine der höchsten Passstraßen Europas. Und sie ist ein spannendes Reiseziel zwischen Südtirol, Kärnten und dem Salzburger Land. Wir hatten das Glück, dass wir Parkplätze, Straßen und die Aussichtspunkte mit nur wenigen Leuten teilen mussten.

Zugegeben, das Wetter hätte besser sein können. Den Gipfel des Großglockner sahen wir nicht. Der versteckte sich in dicken Wolken. Gelohnt hat sich die Fahrt aber dennoch.

Die etwa 60 Kilometer lange Strecke zwischen Heiligenblut im Süden und Fusch im Norden ist durchaus eine Abkürzung auf dem Weg durch den Alpenhauptkamm. Aber nur was die Strecke angeht – Zeit spart man nicht. Im Gegenteil. Auf der Fahrt laden sehr viele kleine Haltestellen ein, die wunderbaren Ausblicke auf eine einzigartige Landschaft zu genießen.

Wir fahren die Strecke vom Süden nach Norden und verbringen rund 2 Stunden zwischen Heiligenblut und Fusch. Zum Teil regnet es recht stark was das Erlebnis vor allem rund um die höchste Stelle, dem Fuscher Törl (2.428m) deutlich einschränkt. Dafür haben wir das Besucherzentrum auf der Franz-Josef-Höhe (2.369m) mit seinen verschiedenen Ausstellungen fast für uns allein. Was einen hier an Tagen mit guten Wetterbedingungen erwarten kann, lässt das Parkhaus erahnen.

Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 – Parkhaus auf 2.369 m.ü.d.M. auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Foto: Hanns Gröner)

Das Bild zeigt kein Stadion und keinen Flughafen – man sieht hier tatsächlich das Parkhaus vis-a-vis des höchsten Berges Österreichs. Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sollte man auf keinen Fall auslassen. Man erreicht sie über eine Stichstraße etwa auf Höhe 1.953 beim Schöneck. Die Abzweigung kann man nicht übersehen.

Direkt beim Parkhaus gibt es eine große Aussichtsplattform, ein Restaurant und das Besucherzentrum mit verschiedenen Ausstellungen und Filmvorführungen. Verschiedene Wanderwege beginnen hier. Außerdem hat man einen spektakulären Blick auf die Pasterze – die riesige Gletscherzunge unterhalb des Großglockners. Von den Rückgängen der Gletscher hören und lesen wir viel und oft. Die Infoschilder auf der Aussichtsplattform geben Einblicke die Geschichte dieses Naturschauspiels.

Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 – Blick auf die Pasterze von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Foto: Hanns Gröner)

Direkt neben dem Parkhaus bieten Filme und Ausstellungen interessante Einblicke in den Lebens- und Naturraum Berg. Es ist durchaus empfehlenswert hier etwas Zeit mitzubringen um sich die zahlreichen Exponate und längeren Filme ansehen zu können. Aus rechtlichen Gründen kann ich hier keine Ausschnitte zeigen. Einfach selbst inspieren lassen. Parkhaus und Ausstellungen sind übrigens kostenlos – besser gesagt in der Straßengebühr von 37 Euro (Stand Juni 2020) enthalten.

Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 – im Treppenhaus der Ausstellung (Foto: Hanns Gröner)

Es ist kalt hier oben. Die Temperatur liegt bei etwa 4 Grad. Nach dem Besuch der Ausstellung fahren wir wieder zurück zur Abzweigung und von hier weiter Richtung Norden zum Fuscher Törl (2.428m). Leider sind wir hier mitten in den Wolken so dass wir auf die Aussicht verzichten müssen. Nur die spektakulären Schneewände direkt neben der Straße bieten noch interessante Fotomotive.

Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Großglockner Hochalpenstraße im Juni 2020 (Foto: Hanns Gröner)

Tipps:

  1. Lasst Euch Zeit für diese Tour! Es gibt auf der ganzen Strecke immer wieder Haltepunkte mit zum Tei spektakulärer Aussicht

2. Wählt einen für Euch gut geeigneten Zeitpunkt außerhalt der Hochsaison und beachet die Öffnungszeiten (es gibt eine Nachtsperre)

3. Es kann auch interessant sein, die Tour in beide Richtungen zu fahren – schließlich sind die Haltepunkte rechts der Straße immer andere

4. Erkundigt Euch bei schlechteren Wetterbedingungen nach Sperren, damit Ihr nicht umsonst anreist und möglicherweise weite Umwege zu Eurem Reiseziel in Kauf nehmen müsst! Infos unter Telefon +43(6546)650 (KAssenstelle Ferleiten) oder http://www.grossglockner.at (Quelle: Faltblatt der Großglockner Hochalpenstraße, 2020)

5. Der Anbieter verspricht mit dem Kauf einer Tageskarte 48km Panoramastraße, 15 Ausstellungen, 7 Themenwanderwege, 30 Dreitausender, 14 Gasthöfe und Almen sowie 4 Spielplätze. Also nehmt viel Zeit mit!

6. Wer keine Serpentinen mag oder verträgt, sollte sich die Fahrt gut überlegen. Die Straße hat 36 Kehren!

7. Die Straße ist sehr gut ausgebaut und für eine Passstraße sehr breit. So kann man nicht nur mit dem Motorrad oder dem PKW fahren, sondenr auch mit dem Wohnmobil oder mit dem Wohnwagen. Letzteres würde ich persönlich im Hinblick auf 36 Kehren nicht empfehlen

*WOHNMOBILE

Für Wohnmobile bis 3500 kg höchstzulässiges Gesamtgewicht (hzG) und Wohnwagengespanne mit einem Zugfahrzeug bis 3500 kg hzG gilt Kategorie PKW.

Für Wohnmobile und Wohnwagengespanne mit einem Zugfahrzeug von 3500 kg hzG bis 7500 kg hzG gilt Kategorie LKW 1, über 7500 kg hzG Kategorie LKW 2.


Offizielles Video

Video des Betreibers

Links

Betreiber der Großglockner Hochaplenstraße

Offizieller Blog des Betreibers

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