Kurztrip nach Budapest im Sommer 2020

Spontan entscheide ich mich für einen Kurztrip nach Budapest. Ich bin positiv überrascht über die immer weiter zunehmende Eleganz dieser wunderbaren Stadt. Viel Zeit habe ich nicht – und genieße die Zeit rund um den Stephansdom.

Am frühen Abend komme ich an und parke im Zentraum nahe der Donau gegenüber dem Vigadó. Ab 20 Uhr ist das parken bis am nächsten Tag um 8 Uhr kostenlos. Es ist warm und noch hell für ein paar erste Fotos im Abendlicht. Vom Vigadó sind es nur ein paar Schritte zur Promenade entlang der Donau. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Gellertberg, die Zitadelle und das Schloss. Sofort zieht mich das einzigartige Panorama der Stadt in seinen Bann.

Budapest im Sommer 2020 – Blick auf Donau, Gellertberg und Zidadelle (Foto: Hanns Gröner)

Ich treffe mich mit einem langjährigen Freund und wir laufen am Deak Ter entlang zum Stephansdom. In einem angenehmen Weinlokal (Di Vino) essen wir eine leckere Schinkenkäseplatte und trinken uns durch die Weinkarte (Chardonnay, Riesling, Rosé – alles aus der Region Badacsony am Nordufer des Plattensee).

Budapest im Sommer 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Budapest im Sommer 2020 – Weinlokal Di Vino gegenüber dem Stephansdom (Foto: Hanns Gröner)

Spontan entscheide ich mich für eine Übernachtung und buche mir ein Hotel in der Nähe. Vier Sterne für 60 Euro bekommt man in der Hochsaison nicht alle Tage. Und das zentral in einer der schönsten Ecken der Stadt nur wenige Meter vom Dom entfernt. Mein Auto lasse ich auf dem Parkplatz am Vigadó stehen. In Ungarn gilt 0,0 Promille!


Tag 2

Vor ein paar Wochen habe ich eine Reportage über Budapest mit tollen Aufnahmen von der Terrasse auf dem Stephansdom gesehen. Das ist mein Ziel für heute! Ein faszinierendender Blick auf die Stadt erwartet mich.

Budapest im Sommer 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Budapest im Sommer 2020 – Blick vom Dom in Richtung Opera und Andrassy Straße (Foto: Hanns Gröner)

Der Dom öffnet um 9 Uhr seine Pforten für Besucher. Die Terrasse kann man erste eine Stunde später ab 10 Uhr besuchen. Diese erreicht man zu Fuß über eine Treppe oder mit dem Lift. Der Preis ist derselbe. Für 1.000 Forint kann man neben dem Aussichtsrundgang auch die Schatzkammer besuchen. Den Aussichtsrundgang in einer Höhe von knapp 100 Metern erreiche ich über zwei Aufzüge. Vor dem Ausgang hat man einen spektakulären Blick in die Kuppel.

Auf der Ballustrade kann man die gesamte Kuppel umrunden und immer wieder den atemberaubenden Blick genießen auf Schloss, Oper, Parlament, Puskasstadion, Gellertberg um nur einige wenige der vielen Sehenswürdigkeiten zu nennen.

Den Rundgang um die Domkuppel kann ich jedem Besucher nur empfehlen. Es gibt in Budapest verschiedene Aussichtspunkte, von denen man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Aber keiner ist so hoch und zentral wie der Rundgang auf dem Stephansdom.

Budapest im Sommer 2020 (Foto: Hanns Gröner)
Budapest im Sommer 2020 – Blick in die Kuppel der Kirche (Foto: Hanns Gröner)

Auch die erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellte und dem Staatsgründer István gewidmete Kirche selbst ist einen Besuch wert.

Mein Tag hat früh begonnen. Schließlich musste ich mein Auto um 8 Uhr umparken um keinen Strafzettel zu bekommen. Eine zentale und angenehme Parkmöglichkeit finde ich im Bank Center zwischen Stephansdom und Parlament. Für 4 Stunden bezahle ich 2.400 Forint (etwa 7 Euro).

Wer früh aufsteht, bekommt auch früh Hunger. Ich habe Lust auf einen schönen Salat und entscheide mich ausnahmsweise mal für einen „Italiener“ und finde links neben der Eingangstreppe der Basilika ein interessantes Lokal: Akademia Italia. Von der Terrasse habe ich einen schönen Blick auf den Dom. Und das Essen ist lecker: Tomatensuppe (schmeckt wirklich nach Tomaten) und einen Salat mit feinen zarten Putenstreifen im Sesammantel. Zusammen mit einem Espresso macchiato zahle ich 6.400 Forint (knapp 20 Euro).

Auf dem Weg zurück zurück zum Parkhaus gehe ich die Zrínyi u. entlang Richtung Donaus und Kettenbrücke. Das ist nicht der direkte Weg aber ich möchte noch ein wenig fotografieren, bevor ich mich auf den Rückweg mache. In der Zrínyi u. gibt es eine Menge Lokale, Bars und Restaurants aller Gattungen. Ähnliches gilt für die Seitenstraßen links und rechts bis hinauf zum Parlament. Genug Gründe also wieder zu kommen.


Tipps:

Tauchen in Budapest

Nahe dem Zentrum auf der Budaseite gibt eine faszinierende Tauchgelegenheit: die Molnár Cave. Leider nur für zertifizierte Höhlentaucher. Ich habe diese Ausbildung nicht, möchte aber diesen Tipp gerne an Besucher weitergeben, die gerne mal was ganz anderes erleben möchten.

Anreise

Budapest ist auf verschiedenen Wegen sehr gut zu erreichen: per Zug, Bus, Auto, Schiff und Flugzeug sowie per Fahrrad. Mit dem Zug erreicht man den Ostbahnhof mit dem Railjet über Salzburg und Wien in gut sieben Stunden. Mit dem Auto braucht man ähnlich lang, muss aber mit Pausen, Staus, Wartezeiten an der Grenze oder dem Vignettenbüro doch etwas mehr Zeit einkalkulieren. Der Flughafen befindet sich etwa 10 Kilometer östlich der Stadt. Schiffe legen nah am Zentrum an. Führ Fahrradfahrer baut auch Ungarn sein Radwegenetz immer weiter aus (oder markiert zumindest Straßenteile gelb mit einem Fahrrad und Begrenzungsstreifen).

Autobahnvignette

Kaufen oder die Autobahn meiden! Für wenige hundert Meter versehentlichem Fahren auf der Autobahn nach der Grenze bei Nickelsdorf habe ich etwa 120 Euro Strafe bezahlt! Das Kennzeichen wird elektronisch erfassst und mit der elektronischen Vignette abgeglichen. Wer sich nicht dran hält, bekommt eine Rechnung. Die PKW Vignette für 10 Tage kostet aktuell 3.500 HUF. An der Grenze gibt es kleine Büros, die diese verkaufen. Alternativ kann man sie an der Autobahntankstelle kurz vor der Grenze Nickelsdorf kaufen.

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