Auf meiner Umrundung des Langkofel mit dem EMTB erreiche ich den Passo Duron über die Seiser Alm. Von hier fahre ich durch das Duron Tour nach Campitello und weiter über den Col Rodella zurück nach Plan de Gralba.
Vom Passo Duron über Campitello nach Plan de Gralba
Um diesen Abschnitt zu fahren, muss man natürlich erseinmal hinauf zum Passfahren. Ich bin in Plan de Gralba gestartet und vorbei am Monte Pana und die schöne Zallinger Alm hinauf zur Passhöhe gefahren.
Passo Duron | Duronpass
Der Sattel des Passo Duron liegt auf ca. 2.170m und verbindet die Seiser Alm über das Durontal mit dem Fassatal.


Am Sattel des Passo Duron auf etwa 2.170m Höhe. Von hier genießt man wunderbare Ausblicke auf die umliegenden Berge, bizarre Formen und riesige Felswände.


Der obere Teil der Strecke verläuft oft über sehr steile Schotterwege. Teilweise kann man auf die Wiesen am Wegesrand ausweichen. Bald ist es Zeit, den Bremsen eine Pause zum Abkühlen zu gönnen.

Nach wenigen Minuten steiler, anstrengender Abfahrt wird es flacher und man erreicht die erste Alm.








Die steilen Stellen liegen längst hinter mir und sind schon fast vergessen. Es geht zügig kilometerlang immer bergab. Unterwegs begegne ich einigen Wanderern und entgegenkommenden (E)MTB Fahrern, denen der Aufstieg noch bevorsteht.










Campitello
Kurz vor Ende des Tals kommt man an eine Weggabelung. Hier muss man sich entscheiden, ob man den Weg links – mit leichten Anstiegen – oder rechts direkt in den Ort nimmt.
Der Routenplaner (Alpenverein) führte mich über die linke – vermutlich etwas längere Variante – nach Campitello.




Man erreicht ein kleines Bergdorf mit interessanter Architektur. Tatsächlich führt der Weg durch die kleine Öffnung zwischen den Gebäuden. Garantiert autofrei!




Es folgt eine Asphaltstraße hinunter in das schöne Dorf Campitello mit Cafes, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Talstation Col Rodella

Die Seilbahnstation Col Rodella erreiche ich gegen 16 Uhr. Von hier geht es mit der Gondel hinauf zum Col Rodella und von dort wieder zurück nach Plan de Gralba.
Das Ticket für die Bergfahrt (1 Person mit Fahrrad) kostet 15 Euro (Stand 2022).






Auf der Fahrt hinauf zum Col Rodella hat man tolle Blick in das Fasstal (links) sowie die Sellagruppe, Belvedere, Pordoijoch und die Marmolada (rechts).
Vom Col Rodella zur Talstation der Langkofelbahn
An Bergstation Col Rodella 16:15 Uhr
Bei Ankunft an der Bergstation erwartet mich ein kurzer Regenschauer und eine deutlich ungemütliche Wetterlage.
























Ab der Bergstation des Col Rodella geht es teilweise etwas steiler und durch alpines Gelände aber weitgehend „gemütlich“ hinunter vorbei am Sellajoch zur Talstation der Langkofelbahn.
Talstation der Langkofelbahn
An Talstation Langkofelbahn 16:40






Von der Talstation der Langkofelbahn nach Plan de Gralba
An Plan de Gralba 17:00 Uhr
Von hier sind es nur noch wenige Minuten zu meinem Ausgangspunkt in Plan de Gralba.
Man kann wählen, ob man die asphaltierte Passstraße nimmt oder weiter über Almwege fahren möchte. Auf meiner Tour vor zwei Jahren rund um die Sella (Link zum Beitrag für Interessierte) habe ich mich für die Passstraße entschieden – heute nehme ich den Waldundwiesenweg.






Mein Bike

Fazit
Die Fahrt mit dem Mountainbike von der Seiser Alm über den Passo Duron und weiter durch das Durontal nach Campitello ist ein wunderbares Bergerlebnis.
Die Abfahrt bietet spektakuläre Blicke auf die herrlichen Bergformationen des Rosengarten, dem Pordoijoch, das Belvedere bis zur Marmolada.
Auch für Wanderer ist das Durontal ein attraktives Ausflugsziel – egal ob über die Seiser Alm oder in der Gegenrichtung vom Val di Fassa.
Für die Fahrt vom Sattel hinunter nach Campitello habe ich mit einigen kurzen Pausen und Fotostopps knapp 90 Minuten gebraucht.
Das Wetter kann sich insbesondere im Gebirge auch schlagartig ändern! Kleidung zum Wechseln und zum Schutz vor Kälte und Regen empfehle ich dringend.
Die Tour ist wegen einiger steilerer Abschnitte und ihrer Länge nur für geübte Fahrer zu empfehlen!
Hinweis für eMTB Fahrer:
mein Akku zeigte am Sattel nur noch einen Strich an. Dies hat bis nach Plan de Gralba gereicht, da es nur sehr wenige leichte Zwischenanstiege gibt. Zur Not wären diese auch ohne „Rückenwind“ ohne größere Probleme machbar.
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