Reisen mit dem Wohnwagen – Logbuch

Nach vielen Jahren Campingurlaub im Zelt entscheiden wir uns für einen Wohnwagen vom Typ Hobby 540UL. Was wir damit alles erleben, erzählen wir Euch in diesem Blog. Dieser wird laufend aktualisiert. Immer wieder reinschauen lohnt sich also …

#10 | Der zweite Urlaub mit dem Wohnwagen

Lange haben wir uns auf diesen Urlaub – und vor Allem das Wiedersehen unseres neuen Wohnwagens – gefreut! Am Freitagmittag, den 18.5.2018, geht es auch gleich nach Schulschluss direkt auf die Autobahn (über Salzburg und Villach) nach Cavallino.

München – Cavallino

Blick auf die Landzunge zwischen Cavallino-Treporti und der Lagune von Venedig (Foto: Hanns Gröner)
Blick auf die Landzunge zwischen Cavallino-Treporti und der Lagune von Venedig. In der Bildmitte der Camping Union Lido (Foto: Hanns Gröner)

Wie erwartet kommen wir gegen 20 Uhr an und unser Wohnwagen steht, wie mit dem Depot vereinbart, auf einer Parzelle nahe Schwimmbad, Strand und Waschhaus.

Foto: Hanns Gröner
Screenshot

Geplant sind 14 Tage Strand sowie ein paar Ausflüge nach Venedig. Erholung pur“ Die Wettervorhersage war entsprechend (siehe Screenshot am Sonntagabend den 20.5.18).

Die Organisation des Wohnwagentransports verlief am Ende problemlos. Zuvor mussten wir allerdings bis kurz vor Ankunft noch Emails schreiben und Telefonate führen, weil das Depot eine Stellplatznummer haben wollte, aber der Campingplatz diese auf nicht reservierten Plätzen erst nach Ankunft des Wohnwagens vergibt. Zuguterletzt hat sich das Depot dann doch an die Empfehlung des Campingplatzes gehalten und den Wohnwagen wie gewünscht abzustellen und die Platznummer beim Verlassen des Platzes an der Rezeption mitzuteilen. Geht doch.

Es ist toll, einfach ankommen zu können und den Urlaub im bereit stehenden Wohnwagen beginnen lassen zu können. Ganz ohne die Aufbauarbeit eines Zelts oder Vorzelts. Einfach die Markise ausfahren und verankern – und fertig ist der Sonnen- und Regenschutz für Nacht und Tag.

Pokalfinale 2018 (Foto: Hanns Gröner)
Von Venedig Marco Polo nach Berlin zum Pokalfinale 2018 – Blick aus dem Flugzeug auf die Lagune von Venedig (Foto: Hanns Gröner)

Der nächste Tag, Samstag, der 19.5.2018, beginnt für mich mit einem kleinen Abstecher nach Berlin zum Pokalfinale (FC Bayern – Eintracht Frankfurt, Endstand 1 – 3) und einem überwältigendem Blick auf die Lagune von Venedig. Das bringt mich auf ganz neue Ideen: Venedig, sein Flughafen und die nahe gelegenen Campingplätze eignen sich hervorragend als Zwischenstation oder Ausgangspunkt für kleinere und größere Ausflüge per Flugzeug! Wenn man also der Stadt, Lagune, ihren Inseln, dem Hotel oder Campingplatz überdrüssig wird – einfach per Flug ein paar Tage Auszeit von der Auszeit nehmen. Alleine der Blick aus der Luft auf die Lagune ist einen Abflug wert. Und: der Flughafen Marco Polo ist bestens geeignet: von Cavallino sind es ca. 50 Kilometer mit dem Auto. Die Parkplätze sind bezahlbar und direkt am kleinen aber feinen Terminal gelegen. Auch mit dem Bus oder dem Schiff kann man den Flughafen leicht erreichen.

Pokalfinale 2018 (Foto: Hanns Gröner)
Abflug von Venedig Marco Polo – in der Bildmitte erkennt man Venedig (Foto: Hanns Gröner)

Näheres zu diesem Wochenendausflug lest Ihr in diesem Beitrag.

Foto: Hanns Gröner
Blick auf Cavallino und Jesolo im Hintergrund (Foto: Hanns Gröner)

Am späten Sonntagabend komme ich zurück nach Cavallino. Kurz vor Ankunft erwartet mich dann eine unangenehme Überraschung: Das Bremspedal kann ich nach einem erstem Bremswiderstand bis zum Bodenblech durchdrücken, die Bremskraft lässt dementsprechend nach und ist am Ende des Pedalweges gar nicht mehr gegeben! Also lasse ich das Auto stehen und bringe es am Montag in die Werkstatt. Zum Glück gibt es (mindestens) zwei Werkstätten mit gutem Ruf in der Nähe des Campingplatzes. Ergebnis: ein Leck im Bremsschlauch und Reparaturkosten von ca. 250 Euro (laut Werkstatt war es wegen Korrossion sehr schwer, den Bremsschlauch von der Bremsleitung zu lösen). Nicht gut, hätte aber schlimmer kommen können…

Erlebnisse auf und rund um den Campingplatz

Auf dem Weg vom Strand zum Stellplatz sehe ich, worüber mancher Besitzer eines Allrad-Fahrzeuges schon geschrieben hat: diese Technik ist nicht nur gut bei Eis und Schnee sondern auch am Campingplatz!

Foto: Hanns Gröner
Die Vorderräder eines Wohnmobils haben sich eingegraben (Foto: Hanns Gröner)

Nämlich dann, wenn die Reifen des Wohnwagen (oder hier des Wohnmobils) sich tief in den Sand hineingraben und ein Fortkommen mit Vorderradantrieb alleine nicht mehr möglich ist. Dieser Urlaubsgast hatte Glück im Unglück: nach sechs Stunden Wartezeit stand ein Bagger bereit, der das Wohnmobil wieder aus „der Versenkung hob“.

Foto: Hanns Gröner
Farbenspaß für Jung und Alt zu Diskohits am Vormittag (Foto: Hanns Gröner)
Foto: Hanns Gröner
Eine chillige Ecke unweit des Campingplatzes (Foto: Hanns Gröner)
Foto: Hanns Gröner
Einer der zahlreichen Kanäle der Lagune. Hier aufgenommen von einer kleinen Brück in Treporti. Es lohnt sich, die vielen kleineren und versteckten „Geheimnisse“ auf der Landzunge zwischen Cavallino und Punta Sabbini zu entdecken. Auch per Rad sind diese Ecken sehr gut zu erreichen (Foto: Hanns Gröner)

So schön Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung auch sind: auch die eigene „Parzelle“ bietet Ruhe, Spaß und Entspannung. So sieht es in aufgeräumtem Zustand aus.

Foto: Hanns Gröner
Alles was man braucht: ein festes Dach über dem Kopf mit Verdunklungsoption (lässt einen morgens deutlich länger schlafen als in einem hellen Zelt), ein geräumiges Zelt (Shelter) für Geschirr, Grill und sonstige Urlaubsutensilien sowie eine kleine „Veranda“ mit Markise, Tisch und Stühlen (Foto: Hanns Gröner)
Foto: Hanns Gröner
Designer Outlet bei San Dona di Piave (Foto: Hanns Gröner)

Was wäre ein Italienurlaub ohne Shopping? Für die einen noch mehr Erholung (zum Beispiel die einen oder anderen Eltern), für die anderen gar nichts (Shoppingverrückte, Kinder und Jugendliche). Direkt an der Autobahnausfahrt San Dona di Piave gibt es ein großes Designer Outlet mit praktisch allen Marken, die in Italien (und darüber  hinaus) Rang und Namen haben. Hier kann man tatsächlich das eine oder andere gute Schnäppchen machen. Tipp: vor dem Einkauf mal bei der Information (nahe dem Schriftzug hier im Bild) vorbeischauen und nach Rabattkarten fragen! Als wir dort waren, gab es Aktionen mit 10% bzw. 30% Nachlass (je nach teilnehmendem Geschäft). Für zwei Levi’s 501 (sozusagen als globale Benchmark) habe ich 119 Euro bezahlt (= 59,50 Euro pro Stück).

Foto: Hanns Gröner
Bei Abreise vor dem Union Lido (Foto: Hanns Gröner)

Wie eingangs schon erwähnt, sollte unser 14-tätiger Strandurlaub ganz anders verlaufen als geplant. Grund dafür war, dass wir aus persönlichem Grund nach Mosonmagyarovar (eine Kleinstadt nahe der Österreichisch-Ungarischen Grenze) wollten und die Option war, früher als geplant nach Hause und von München mit dem Zug dorthin zu fahren, oder ganz einfach die Route zu verlegen und in der Nähe der Grenze am Neusiedler See „die Zelte aufzuschlagen“. Wir entschieden uns für diese Variante und so wurde aus dem Strandurlaub am Ende ein richtiger „Road-Trip“ mit dem Wohnwagen.

Foto: Hanns Gröner
Letzter Stop an der Raststätte Fella Est kurz vor der Grenze nach Österreich – hier trinken wir einen letzten italienischen Cappuccino und kaufen die obligatorische Vignette für die Autobahnen in Österreich  (Foto: Hanns Gröner)

Cavallino – Klagenfurt

Blick von Klagenfurt auf den Wörthersee (Foto: Hanns Gröner)
Blick von Klagenfurt auf den Wörthersee (Foto: Hanns Gröner)

Am frühen Abend erreichen wir unser Ziel, den Campingplatz Wörthersee in Klagenfurt. Dieser liegt am Stadtrand unmittelbar am Strandbad. Dieses hat um diese Zeit leider schon geschlossen und auch am nächsten Tag ist es zu kühl für ein Bad im See. Schade. Gerne wären wir etwas länger hier geblieben aber dafür fehlt uns in diesem Urlaub leider die Zeit.

Nach einer ruhigen Nacht trinken wir noch einen Kaffee im nahe gelegenen Strandbad und nutzen die Gelegenheit, mit dem Auto ohne Wohnwagen am Haken günstig tanken zu können und fahren weiter durch Kärnten, Steiermark und Niederösterreich ins schöne Burgenland an den Neusiedler See.

Klagenfurt – Neusiedler See

Die Fahrt durch fünf Bundesländer führt weitestgehend über die Autobahn in Richtung Wien. An mancher Steigung würde ich mir durchaus ein paar PS mehr unter der Haube des ansonsten als Zugfahrzeug recht ordentlich funktionierenden Mazda 5 wünschen. Einmal hatten wir das Pech mehrere Kilometer mit etwa 50 km/h hinter einer Kolonne eines Schwertransports herfahren zu müssen. Störend ist hier weniger das langsame Tempo an sich als die durchaus bedrohlich wirkenden schnell heranfahrenden Autos und LKW hinter uns (wer rechnet schon mit einem 50 km/h fahrenden Fahrzeug auf der Autobahn). Mit völlig unverständlich, wie das gut beleuchtete Begleitfahrzeug zwischen den Schwertransportern fahren kann anstatt diese nach hinten abzusichern (was so ungewollt zu unserer Aufgabe wurde). Ausscheren und Überholen am Berg erschien als die noch riskantere Alternative weshalb wir relativ lange hinter dem Konvoi herfahren müssen.

Storchencamp Purbach zwischen Rust und Neusiedl am See (Foto: Hanns Gröner)
Storchencamp Purbach zwischen Rust und Neusiedl am See (Foto: Hanns Gröner)

Für die Nacht haben wir im Storchencamp Rust einen Platz reserviert. Durch das Navi (oder eine nicht ganz richtige Eingabe) landen wir versehentlich ein paar Kilometer weiter im Storchencamp Purbach. Hier finden wir eine schöne große Wiese in unmittelbarer Nähe der Einfahrt, dem Restaurant und dem Waschhaus.

Das Storchencamp Purbach erscheint als eine Mischung aus Campingplatz, Jungendherberge und „Dauercampingplatz“. Letztere kommt eher als „bewohnte Schrebergartenanlage“ daher mit recht eingewachsenem Lauben- und Bewohnerbestand. Manche dieser seniorigen Herrschaften (zwei von zwei), haben es bei der Ein- und Ausfahrt gerne etwas eilig und zeigen wenig Verständnis für weniger wendige und schnelle Manöver eines Wohnwagengespanns. Wir wollen uns den Tag nicht vermiesen lassen und interpretieren das uns entgegengerufene „Piefke!!!“ mal als freundlich gemeinte, typisch wienerische Begrüßungsformel…

Foto: Hanns Gröner
Auf der Wiese für Kurzzeitcamper im Storchencamp Purbach (Foto: Hanns Gröner)

Auf der angenehmen Terrasse des nahe gelegenen Restaurants (Beisl) lassen wir den Tag gemütlich bei einem Glas Wein, österreichisch-ungarischer Kost (Cordon Bleu) und freundlich-ungarischem Personal ausklingen…

Am nächsten Morgen entschließen wir uns zur Weiterfahrt hinüber zur östlichen Seeseite. Der Campingplatz in Podersdorf (mit erwartetem Seezugang) ist leider ausgebucht. Im Internet finden wir nur wenige Campingplätze rund um den See. Freundlicherweise erhalten wir eine Empfehlung für den Campingplatz am nicht weit entfernten Zicksee nahe St. Andrä.

Zicksee bei St. Andrä (Foto: Hanns Gröner)
Campingplatz am Zicksee bei St. Andrä (Foto: Hanns Gröner)

Dieser Film (Link zu YouTube) gibt einen guten Überblick über den Platz, die Lage und das Serviceangebot. Wir haben den Platz als angenehm ruhig, sehr sauber und naturverbunden erlebt. Baden war zu dieser Zeit schlecht möglich, da der See nur wenig Wasser hatte.

Foto: Hanns Gröner
Ziesel auf dem Campingplatz Zicksee (Foto: Hanns Gröner)

Sehr nett zu sehen sind hier die vielen Ziesel, die sich über den ganzen Platz verteilt ihre Zugänge zu ihrem eigenen Höhlensystem gegraben haben. Tipp: die direkte E-Mail Adresse des Platzes lautet: camping@standraezicksee.at (die Antwortzeiten über die im Internet gefundene E-Mail Adresse des Tourismusbüros sind wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten zum Teil etwas lang). Der Platzwart ist sehr freundlich und hilfsbereit. Die Sanitäranlagen sehen etwas in die Jahre gekommen aus, sind aber sehr gepflegt und sauber.

Zum Mittagessen fahren wir aus dem Platz heraus Richtung See. Hier finden wir ein nett gelegenes Lokal mit ungarischer Küche (Stefans Corner). Hier besprechen wir das Programm für den Nachmittag. Optionen: Outlet bei Parndorf (Shoppen!), einen Ausflug nach Wien oder in eines der zahlreichen Bäder rund um den See. Bis uns spontan die Idee kommt, nach Budapest zu fahren! Wir überlegen kurz, was dagegen spricht und entscheiden uns kurzerhand den Wohnwagen einfach auf dem Platz stehen zu lassen und mit dem Auto nach Budappest zu fahren!

Diese Flexibilität hat man eigentlich nur mit einem Wohnwagen. Ein Wohnmobil ist dem Namen nach zwar mobil(er) aber in der Praxis würde ich sicher länger nachdenken, bevor ich spontan mit einem so großen Fahrzeug nach Budapest fahren würde – und insbesondere, ob es dort gute und sichere Abstellmöglichkeiten gibt! Unser Städtetrip nach London oder auch Pisa hat zwar gut funktioniert – aber hier hatten wir auch einiges an Planungs- un Recherchearbeit im Vorfeld geleistet. Wie dem auch sei: der Wohnwagen ist schnell, gut und sicher auf einem Campingplatz verstaut und mit dem PKW sind es nur mal eben 200 km in die ungarische Hauptstadt!

Neusiedler See – Budapest – Neusiedler See

Blick auf Budapest (Foto: Hanns Gröner)
Blick auf Budapest (Foto: Hanns Gröner)

Vom Zicksee aus ist es keine halbe Stunde bis zur Grenze. Ein kleiner, leicht zu übersehender Grenzübergang verbindet die beiden Länder. Bevor wir bei Mosonmagyarovar auf die Autobahn fahren, müssen wir hier noch schnell eine Vignette für Ungarn kaufen. Sehr fortschrittlich: man bekommt keinen im Grunde lästigen Aufkleber, den man später nur schwer von der Windschutzscheibe bekommt! Man muss nur das Kennzeichen nennen und alles wird elektronisch registriert. Kosten ca. 10 Euro.

Foto: Hanns Gröner
Foto: Hanns Gröner

Gute zwei Stunden später sind wir in der immer wieder faszinierenden Stadt an der Donau und genießen hier einen schönen Abend bei Freunden. Die Nacht verbringen wir – ganz untypisch für einen Campingurlaub – im Hotel im Herzen der Stadt nur wenige Meter entfernt von Donau, Kettenbrücke und Fischerbastei.

Foto: Hanns Gröner
Die reisenden Blogger Ildikó und Hanns (Foto: Hanns Gröner)

Neusiedler See – München

Am nächsten Tag, es ist inzwischen Donnerstag, der 31.5.18, fahren wir über Mosonmagyarovar zurück zum Campingplatz am Zicksee. Hier endet unser als Strandurlaub geplanter und in einem Road-Trip endender Pfingsurlaub 2018!

Sind wir gespannt, was unser nächster Urlaub so alles zu bieten hat. Prognosen wage ich jedenfalls keine mehr (außer wir würden vorher etwas buchen). Ich werde berichten.

Zahlen, Tipps & Fakten

Mautgebühren Italien:

San Dona di Piave – Ugovizza Tarvisio: 19,80 Euro

Verbrauch des Zugfahrzeugs:

Mazda 5, 115 PS, Benzinmotor mit Wohnwagen: 9,7 – 10,3 Liter bei Tempo zwischen 80 und 100 km/h (Autobahn / Landstraße).

Campingplätze rund um den Neusiedler See:

Wir haben uns etwas schwer getan, alle Campingplätze rund um den See im Internet zu finden. Daher hier eine kleine Zusammenfassung und Hilfestellung:

Camping Oggau

Storchencamp Rust

Storchencamp Purbach

Campingplatz Breitenbrunn

Strandcamping Podersdorf am See

Sonnenwaldbad Donnerskirchen

Camping Paula Frauenkirchen

Camping- und Mobilheimplatz Andau

Camping St. Andrä am Zicksee

Quelle: Broschüre „Urlaub mit Sonne drin“ des Burgenland Tourismus, Eisenstadt

 


#09 | Camping Saison 2018


Heute haben wir uns mit „alten“ Campingfreunden getroffen und über erste Ideen und Pläne gesprochen. Unsere Freunde haben sich einen festen Standort in Waging am See geschaffen und planen den Sommer über viele Tage und Wochen dort zu verbringen.

Uns verschlägt es nach Italien. Klar, dort müssen wir den „Wohni“ (nein, so werde ich ihn nicht länger nennen) ja wieder abholen.

Eine Überlegung ist ein Saison Stellplatz an einem der Seen rund um München. Wir werden sehen. Eine Option wäre der Wallberg-Campingplatz bei Rottach-Egern am schönen Tegernsee.


#08 | WINTERSCHLAF


Seit Freitag, den 1. September 2017 befindet sich unser Wohnwagen im Depot. Wir können es schon kaum erwarten ihn wieder in Empfang zu nehmen und freuen uns auf spannende Erlebnisse in unserem nächsten Urlaub.

Camping Urlaub Sommer 2017 Wohnwagen Depot
Camping Urlaub Sommer 2017 Wohnwagen Depot (Foto: Hanns Gröner)

#07 | 12.8.2017 | AB IN DEN ERSTEN URLAUB MIT DEM NEUEN


Seit unser neuer Wohnwagen (ein Hobby 540UL) vor der Türe steht, haben wir plötzlich wieder Platz im Keller. Das Zelt mit seinem sperrigen und schweren Gestänge ist verkauft. Die übrige Campingausrüstung (Tisch, Stühle, Regale etc.) lässt sich bequem im Wohnwagen verstauen. Kleidung, Kosmetik und Badesachen finden ihren Platz in den zahlreichen Staufächern im Wohnwagen, Grill und Vorzelt im Kofferraum des Autos.

Unser Hobby 540 UL - Baujahr 2017 (Foto: Hanns Gröner)
Unser Hobby 540 UL (Foto: Hanns Gröner)

Die Anreise


Zugfahrzeug Mazda 5 (Benziner, 115 PS) mit Hobby 540 UL (Foto: Hanns Gröner)
Zugfahrzeug Mazda 5 (Benziner, 115 PS) mit dem Hobby 540 UL (Foto: Hanns Gröner)

Am Samstag den 12.8.2017 geht’s los in Richtung Italien. Genau gesagt machen wir einen kleinen Umweg über Erding um dort mit einer guten Freundin ihren 50. Geburstag zu feiern. Aber wir haben keine Reservierung und wollen nach Möglichkeit am Sonntag früh morgens am Campingplatz ankommen. So ist die Party kurz vor ihrem Höhepunkt als wir gegen Mitternacht losfahren.

Unser Mazda 5 ist für das Ziehen des Wohnwagens ausreichend aber nicht üppig motorisiert. Zum ersten Mal wird uns das am Irschenberg bewusst. Im Dritten Gang stemmt er diese erste größere Herausforderung.

Über die Tauernautobahn kommen wir gut und zügig ohne viel Verkehr oder gar Staus voran. Mit mehreren Pausen halten wir durch bis zur Ankunft in Cavallino. Tipps für Zwischenstopps findet Ihr in diesem Forum (schon etwas älter) oder hier. Wir hatten zwischenzeitlich überlegt, am Rastplatz Lungau Zederhaus oder später bei Villach zu schlafen, uns aber letztlich dagegen entschieden (wirkt alles etwas uneinladend mitten in der Nacht und so richtig müde waren wir auch nicht).

Tanken … In den letzten Jahren sind wir immer bei Villach West abgefahren um bei der Jet Tankstelle auf dem Weg nach Villach Warmbad eine Tankpause einzulegen. Diesmal standen wir hier vor verschlossenen Türen (und Zapfsäulen) denn die Tankstelle öffnet erst um 6 Uhr (6:00 – 23:00). Also fahren wir weiter auf die Autobahn und tanken dort zu entsprechend höheren Preisen. Mit Leberkässemmel und Kaffee stärken wir uns bei Sonnenaufgang für die Weiterfahrt.

Einfahrt und Rezeption des Union Lido Einfahrt und Rezeption des Union Lido (Foto: Hanns Gröner)
Einfahrt und Rezeption des Union Lido (Foto: Hanns Gröner)
Union Lido - Schriftzug an der Einfahrt (Foto: Hanns Gröner)
Union Lido – Schriftzug an der Einfahrt (Foto: Hanns Gröner)

Gegen 8 Uhr erreichen wir unseren Stamm-Campingplatz Union Lido. Vor drei Tagen wurde die ganze Region und auch der Campingplatz recht stark von einem Tornado getroffen. So stehen erst einmal weniger Stellplätze zur Verfügung als üblich. Bedauerlicherweise müssen auch viele Urlauber ihren Aufenthalt abbrechen weil Zelt oder Wohnwagen mehr oder weniger stark beschädigt wurden oder durch das Erlebnis das Urlaubsgefühl stark beeinträchtigt wurde. Vor Ort bemüht man sich um Normalität. So bekommt man nur wenig mit wie viel tatsächlich passiert ist. Am meisten erfahre ich dazu über die sozialen Netzwerke und die Pressechefin des Campingplatzes.

Insgesamt wurden mehrere Hundert Bäume alleine am Union Lido beschädigt oder entwurzelt. Glücklicherweise kamen bei dem Unwetter keine Menschen ums Leben. So stellt sich bei Gästen wie auch den Mitarbeitern des Campingplatzes relativ schnell „Normbetrieb“ ein.


Unser Stellplatz


Nach Ankunft, Aufbau und ein wenig Schlaf suche ich erstmal nach unserem langjährigen Camping-Spezl „Schorsch“. Er verbrint seit Jahren fast den ganzen Sommer im Zelt auf dem Union Lido und irgendwie bin ich etwas in Sorge wie er den Sturm überstanden hat. Nach kurzer Suche habe ich seine Zeltlandschaft entdeckt und auch den Schorsch gefunden. Alles gut, nichts passiert und immer frohen Mutes: „a so a Sturm der duat doch uns nix, mia san doch oide Camper … „. Na dann, das ist doch mal eine gute Einstellung. Also auf ins Urlaubsvergnügen …

Camping Urlaub Sommer 2017 - unser Stellplatz
Camping Urlaub Sommer 2017 – unser Stellplatz (Foto: Hanns Gröner)
Camping Urlaub 2017 - Glamping (Foto: Hanns Gröner)
Camping Urlaub 2017 – Unsere Platznachbarn – Glamping (Foto: Hanns Gröner)
Wohnwagen und Shelter (Outwell Oklahoma in 3x3m)
Wohnwagen und Shelter (Outwell Oklahoma in 3x3m) (Foto: Hanns Gröner)

Campingküche & Grill

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Der Campingplatz


Strand & Entertainment

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Impressionen

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Rund um den Campingplatz


Ausflug nach Venedig

Die Stadt hat mit Ihren, je nach Sprache, vielen Namen – Venedig, Venezia, Venice, Venise, Velence, Venedik, Venetsia, Venecija – beeindruckt mich Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue.

Venedig - Dogenpalast und Glockenturm San Marco
Italien | Venedig | Dogenpalast und Glockenturm von San Marco

Schon vor Jahren habe ich einen Beitrag veröffentlicht, wie man ganz einfach von Cavallino aus in die vielleicht schönste Stadt der Welt kommt. Hier ein paar Eindrücke aus 2017

Venedig 2017 - Turnkunst auf San Giorgio
Venedig 2017 – Turnkunst auf San Giorgio (Foto: Hanns Gröner)

Neue Erfahrungen mit dem Wohnwagen


Camping kann sehr viel Spaß machen und erholsam sein. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die man wissen sollte oder einfach lernen muss. Am besten nicht erst aus Erfahrung und einem Schaden.

Auch während unseres Aufenthaltes gab es einen mächtigen Sturm. Viele, die noch den Tornado vor ein paar Tagen miterlebt haben, sind weinend in die Waschhäuser geflüchtet. Wir haben uns im Wohnwagen verschanzt und gehofft, dass es uns nicht allzuschlimm trifft.

Eine Böe kann schon eine Böe zu viel sein! Bei einem Platznachbarn hat der Sturm die Markise plötzlich aus der Verankerung gerissen und wie ein Handtuch über den Wohnwagen gelegt. Dann teuer werden. Wir hatten glücklicherweise vorher den Tipp bekommen, unbedingt ein Sturmband anzubringen. Das hat geholfen, alles blieb heil.

Sicherung der Markise mit einem Sturmband
Sicherung der Markise (Thule Omnisator) mit einem Sturmband (Foto: Hanns Gröner)

Von größeren Unglücken sind wir glücklicherweise verschont geblieben. Ein paar kleinere Reparaturen werden aber doch nötig sein. Ich werde mal beim Händler bzw. Hersteller nachfragen, ob das unter die Garantie fällt oder als Verschleiß hingenommen werden muss und über das Ergebnis informieren.

IMG_660120170814_Union_Lido_Expresso_Macchiato

Der Beitrag ist in Bearbeitung …


Rückreise


Camping Urlaub Sommer 2017
Camping Urlaub Sommer 2017 (Foto: Hanns Gröner)

Knapp drei Wochen liegen hinter uns. Und ausgerechnet am Tag der Abreise regnet es. Und zwar in Strömen. Vorzelt und Markise haben wir schon am Vortag abgebaut und verstaut aber auch mit Wohnwagen kommt man im strömenden Regen gar nicht so leicht weg. Ein paar Handgriffe sind immer noch zu tun und letztlich muss der Caravan ja auch noch an den Haken – und dafür in die entsprechende Position gebracht werden. Erfahrene Camper wissen das und fahren wohl schon am Vorabend ab, wenn für den nächsten Tag Regen vorhergesagt ist! Aber gut, es soll ja bald aufhören. Und so ist es auch. Doch dann die nächste Überraschung: auf den Moment haben nicht nur wir gewartet und so reihen wir uns brav ein in eine lange Schlange hinaus aus dem Campingplatz in Richtung Depot in Jesolo…

Camping Urlaub Sommer 2017 Wohnwagen Depot
Camping Urlaub Sommer 2017 Wohnwagen Depot (Foto: Hanns Gröner)

Die Formalitäten sind schnell erledigt. In ein kleines Formular (in italienischer Sprache) werden unsere Daten eingetragen, die Kosten für das Depot bezahlt und los geht’s in Richtung Autobahn. Wir entscheiden uns wieder über die angenehm zu fahrende Route über Cortina d’Ampezzo und die Brenner-Autobahn.


Zahlen, Tipps & Fakten


Autobahngebühren:

Tarvisio – San Dona di Piave (I): 19,50 Euro

Treviso Süd – Belluno (I): 5,50 Euro

Brennerautobahn (A): 9,00 Euro

Autobahn Vignette für zehn Tage (A): 8,90 Euro

Benzin Super 95′:

Kufstein (A): 1,13 Euro / Liter

Autobahn (A): 1,39 – 1,44 Liter (Zederhaus, Arnoldstein)

Italien zwischen 1,40 und 1,55

1 Kugel Eis 😋 😏:

am Campingplatz 1,40 (2016: 1,40 | 2015: 1,30 … )

in Venedig +/- 2,00

Veranstaltungen Union Lido (Saison 2017):

http://www.unionlido.com/de/unterhaltungsangebot/events

Von Punta Sabbioni nach Venedig:

Parken: ganzer Tag 7 Euro, halber Tag 5 Euro

24h Ticket (Schiff ohne Bus): 20,00 Euro pro Person


#06 | Juli 2017 | ABSCHIED VOM ZELT


Jedem Anfang wohnt ein Abschied inne… Na ja, so oder so ähnlich. Jedenfalls soll unser jahrelanger, treuer Begleiter nicht unerwähnt bleiben! Nur zu gut habe ich noch in Erinnerung, wie wir damals zu unserem Zelt gekommen sind und wie viele gute Dienste es uns erwiesen hat. Gekauft hatten wir es im Juli 2010 bei Bergzeit in Otterfing zu 699,95 Euro. Acht Jahre sind wir damit in den Pfingst- und / oder Sommerurlaub gefahren und haben darin so manches Gewitter, Starkregen und Stürme gut überstanden. Inklusive kalter Nächte in den Pfingstferien 2013 bei Tagestemperaturen um die 12 Grad. Tipp: Heizlüfter besorgen (aber nie alleine lassen!).

Langjähriger Begleiter - unser Arkansas 7 von Outwell
Langjähriger Begleiter – unser Arkansas 5 von Outwell für 5 Personen. Wassersäule 5.000mm, 20kg Gewicht mit Gestänge, 2 Schlafräume.  (Foto: Hanns Gröner)

Als wir das Zelt im Juli verkaufen ist schon ein wenig Wehmut dabei. Wir wünschen dem Käufer ebenso schöne Urlaube wie wir sie damit hatten!


#05 | 21.07.2017 | ERSTE TESTFAHRT ZUR THERME ERDING


Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding (Foto: Hanns Gröner)
Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding (Foto: Hanns Gröner)

Bevor es Mitte August auf große Fahrt geht, wollen wir den Wohnwagen natürlich einmal einem Praxistest unterziehen. Anders gesagt: wir sind einfach neugierig und können es kaum erwarten endlich mit unserem Neuen in den Urlaub zu fahren.

Über die Autobahn (Ausfahrt Anzing) und die Flughafentangente erreichen wir die Therme bequem und ohne Probleme.

Den direkt an das Gelände der Thermen angrenzenden Wohnmobilstellplatz haben wir vorher recherchiert und die Platzverfügbarkeit angefragt. Als wir ankommen ist der Platz schon gut belegt aber wir finden dennoch einen angenehmen Stellplatz für Wohnwagen und Auto. Für einen Tag bezahlen wir 12€ zuzüglich Strom.

Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding (Foto: Hanns Gröner)
Wohnmobilstellplatz direkt bei der Therme Erding – Blick nahe der Einfahrt auf den Platz (Foto: Hanns Gröner)
Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding (Foto: Hanns Gröner)
Blick von unserem Stellplatz auf den Platz und das Parkhaus der Therme Erding im Hintergrund (Foto: Hanns Gröner)
Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding (Foto: Hanns Gröner)
Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding – unser Stellplatz. Daneben ist Platz für den PKW (Foto: Hanns Gröner)

Nach einer intensiven Rutschpartie in der Therme fahren wir mit dem Auto (Räder haben wir leider keine dabei) in die schöne Altstadt von Erding. Dort machen wir einen kleinen Spaziergang und gönnen uns eine leckere Ente im Erdinger Weißbräu.

Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding (Foto: Hanns Gröner)
Mit dem Wohnwagen zur Therme Erding – Mittagessen im Erdinger Weißbräu (Foto: Hanns Gröner)

Links:

Wohnmobilpark Erding

Therme Erding

Wohnmobilpark Erding (Unterseite der Therme Erding)


#04 | 14.7.2017 | ABHOLUNG


Das Warten hat ein Ende. Am Freitag, den 14. Juli 2017 um 14:30 sind wir zur Übergabe unseres ersten eigenen Wohnwagens verabredet. Wow, endlich ist der da. Ein wenig Bammel vor der ersten Fahrt habe ich aber auch. Denn schließlich ist das „Ding“ ja ein gutes Stück breiter als das Zugfahrzeug (Mazda 5) und muss entsprechend vorsichtig (Seitenabstand!) gezogen werden. Ich bleibe aber optimistisch. Schließlich will ich mich freuen und (der Bundeswehr sei Dank) schon einige Erfahrungen mit dem Ziehen und Rangieren von Anhängern gemacht. Ich gehe davon aus, dass man das nicht verlernt. Und (gefühlte) Millionen anderer bekommen das schließlich auch gut hin …

WoWa abholen-6460
Hobby Wohnwagen der Firma Hofstetter in Sulzemoos (Foto: Hanns Gröner)

Formalitäten

Kurz nach halb vier kommen wir an. Unser „Neuer“ bekommt gerade noch sein letztes „Finish“ in der Waschanlage. Zeit für die Formalitäten.

  • Prüfbescheinigung für die Flüssiggas-Anlage

Wir erhalten die Prüfbescheinigung der Neuinstallation (weißes Blatt) sowie eine Folgebescheinigung (gelbes Blatt). Wichtig: die Prüfung der Flüssiggas-Anlage ist alle 2 Jahre zu wiederholen.

  • 5-Jahresgarantie für die Dichtigkeit der Aufbauverbindungen

Wichtig: die (kostenpflichtige) Dichtheits-Inspektion muss jeweils nach 12 – 14 Monaten nach Fahrzeugübernahme durch eine autorisierte Fachwerkstatt durchgeführt werden.

  • Rechnung

Die Rechnung ist Grundlage für die (Kasko-) Versicherung des Wohnwagens da die Prämie (u. A.) vom Neupreis (inkl. fest verbautem Zubehör) abhängig ist.

Alles ist ordentlich verpackt in einer Handlichen Bordtasche. Als nette Geste bekommen wir noch einen Rabattgutschein (10%) für einen einmaligen Einkauf im Freistaat MEGA STORE sowie für einen Campingaufenthalt für eine Familie mit Wohnwagen am Walchsee in Tirol (3 Nächte).

Die Formalitäten sind schnell erledigt. So haben wir noch etwas Zeit um uns im Mega Store nach „unvermeidbarem“ Zubehör umzusehen: Verbreiterung der Außenspiegel, Gasflasche, WC Tabs. Ansonsten wollen wir uns erstmal auf vorhandene Camping-Utensilien beschränken. Und eine – sehr sinnvolle – Einstieghilfe sowie ein Fußabstreifer liegen schon im Fahrzeug.

WoWa abholen-6467
Unser neuer Hobby 540 UL (Foto: Hanns Gröner)

Einweisung

Der Wohnwagen wird uns von „vorne bis hinten“ ausführlich gezeigt und routiniert erklärt: Anschluss der Elektrik, Funktion von Stützrad, Kupplung und Handbremse, Stauraum und Anschluss der Gasflasche, Sanitär-Anlage, Stauraum, Lampen und Heizung, Wassertank und Therme … Alles ist (bestimmt) auch nochmal im Bedienungshandbuch gut beschrieben denn merken kann man sich das wohl kaum alles (egal ob vor Aufregung oder mangels hinreichend technischem Verständnis … ).

Letzte Handgriffe sind der „Einbau“ der Gasflasche, das Anbringen des Kennzeichens am Wohnwagen sowie der Spiegelverbreiterung am Zugfahrzeug. Und natürlich, wie wir es in der Fahrschule gelernt haben: Licht und Blinker prüfen!

WoWa abholen-6469
Unser neuer Hobby 540 UL (Foto: Hanns Gröner)

Los geht’s!

Nach der professionellen und freundlichen Einweisung haben wir nur noch zwei Dinge zu tun: Rechnung bezahlen und (endlich ! ) unser neues mobiles zu Hause vom Hof fahren … !

Die erste Fahrt

Ich fahre langsam los und merke eigentlich gar nicht, dass ein Anhänger am „Haken“ hängt. Platz ist überall genug aber es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl wenn man um eine enge Kurve fährt und gar nicht mehr sieht, ob der Anhänger vielleicht zu weit ausschert … Aber ich lerne auch schnell, dass ich einfach vertrauen haben muss, dass da hinten nichts anderes passiert als das, was ich beim Fahren auch erwarten würde. Bei engen Stellen oder wenn ich mir unsicher bin, bitte ich meine Frau oder eines der Kinder um Einweisung. Das hat noch immer bestens geklappt.

Nach einer kurzen Stärkung (eine amerikanische Fast-Food-Kette ist zum Glück ganz in der Nähe denn die Imbiss-Stube auf dem Freistaat-Gelände hat nach 18 Uhr zu) fahren wir auf die Autobahn in Richtung München. Einbiegen und auf den Beschleunigungsstreifen fahren funktioniert wunder bar. „Beschleunigung“ definiert sich mit einem Wohnwagen allerdings etwas (ganz) anders also ohne … Also den gleichnamigen Streifen möglichst bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit ausnützen und hoffen, dass von hinten kein LKW mit 100 km/h heran rauscht. Höchstgeschwindigkeit heißt in diesem Fall übrigens 80 km/h – wenn das Zugfahrzeug leichter ist als der Anhänger.

In Richtung München erwartete uns ein richtig starkes Gewitter (die Wetterlage hat uns übrigens das geplante Wochenende am See vermasselt). Die Fahrt auf der Autobahn ist stressfrei und eher monoton. Das wird unsere künftige Reisegeschwindigkeit sein! Also am besten schnell dran gewöhnen und eine positive Einstellung dazu finden (Meditation während der Autofahrt oder so ähnlich). In München sind die Straßen dann etwas schmaler auf der Autobahn und hier heißt es dann wirklich: (höchste) Konzentration! Diese ist aufrecht zu halten bis man den Wohnwagen abstellt. Wie das funktioniert, haben wir gut 2,5 Stunden in der Einweisung gelernt: Stützrad absetzen, abkuppeln, Seitenstützen ausfahren und Handbremse ziehen. Das war’s dann. Für heute …

Kosten für Zulassung und Zubehör:

  • Neuzulassung € 37,80 (+ ca. € 9,00 für Nummernschild)
  • Sanitärpulver (Quanten, Tabs, geruchsneutral) € 15,95
  • Spiegel-Set (Brunsgard) € 74,95
  • Gasflasche (11kg, grau, Stahl) € 44,95
  • Gasfüllung (11kg, Stahl) € 24,95

#03 | 1.7.2017 | VERSICHERUNG


IMG_6507

Vor zwei Wochen habe ich die Frage ins Forum gestellt, ob jemand eine Versicherung für Wohnwagen empfehlen kann. Nicht alle Versicherer bieten diesen Schutz an …

Im Vorfeld habe ich bei vier Versicherungsunternehmen Angebote angefragt. Zwei bekannte größere Versicherer lagen im Preis nah beieinander, ein Online-Versicherer teilte nach zwei (!) Wochen mit, dass er für Wohnwagen keine Versicherung anbietet. Die vierte Option haben wir auf Empfehlung von „Der Freistaat“ erhalten: ein auf Wohnwagen- und Wohnmobile spezialisierter Makler in der Nähe von Augsburg bietet attraktive Konditionen, sowohl was den Deckungsumfang als auch die Prämien angeht.

Für das Paket bestehend aus Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bezahlen wir (ohne GFK Dach) 334 Euro pro Jahr (bei einer Selbstbeteiligung von 1.000 Euro bei Vollkaskoschäden und 150 Euro bei Teilkaskoschäden jedoch 500 Euro bei Elementarschäden). Andere Angebote lagen um gut 200 Euro darüber (jedoch bei einer einheitlichen Selbstbeteiligung von 300 Euro auch bei Elementarschäden).

Klar, man muss abwägen was man will. Wir vertrauen auf den Makler und den Schutz im Zeichen der Burg (die Deckung erfolgt über die Nürnberger Versicherung).

Unterschiede im Deckungsumfang

Noch vor einigen Jahren war es nicht unbedingt nötigt, die Bedingungen der Versicherer zu vergleichen. Die Deckung war historisch bedingt praktisch identisch. Allenfalls im Preis und in der Regulierungspraxis (=Leistung im Schadenfall) gab es Unterschiede.

Heute ist es durchaus ratsam, sich die Bedingungen genauer anzusehen. Unterschiede fielen mir auf bei der Deckung von

  • Zusammenstoß mit Tieren
  • Fährrisiken (z. B. Untergang, Überbordspülen, Havarie Gross … )
  • Reifenplatzern und Rangier- oder Schlingerschäden

Beim Zusammenstoß von Tieren bezahlen manche Versicherer nur bei Unfall mit „Haarwild“ während andere auch bei Zusammenstoß mit Pferden, Rindern, Schafen oder Ziegen bezahlen. Soweit zu den Unterschieden in den Bedingungen. Wie häufig das eine oder andere in der Praxis vorkommt ist natürlich eine andere Frage …

Ich würde mich freuen über Eure Erfahrungen bei konkreten Schadenfällen zu erfahren!


#02 | 14.6.2017 | Wir erhalten den Fahrzeugbrief


Juhu! Unser erster Wohnwagen ist da! Noch nicht ganz aber immerhin der Fahrzeugbrief kam vor wenigen Tagen mit der Post. Und am 14. Juli können wir auch unser neues Zimmer auf vier Rädern abholen!

In den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren werden wir über unsere Erfahrungen mit unserem neuen Hobby Excellent 540 UL berichten.

Wie kam es zu der Entscheidung für einen Wohnwagen? Welche Überlegungen und Argumente spielten eine Rolle? Und warum überhaupt Campingurlaub? Viele viele Fragen. Lasst Euch überraschen. Ich freue mich drauf.


#01 | WIE WIR ZU UNSEREM WOHNWAGEN KAMEN


Warum ein Wohnwagen?

Unsere Kinder lieben campen. Seit Jahren verbringen wir die Ferien am liebsten auf einen Campingplatz nahe der Lagune von Venedig in Cavallino-Treporti. Vor jeder Fahrt verfolgen wir die Wettervorhersage in der Erwartung, dass bei Ankunft auf dem Campingplatz kein Regen vorhergesagt ist. Denn: wer baut schon gern das Zelt bei Regen auf. Um dieselbe Frage dreht es sich vor der Heimfahrt. Denn: genauso ungern baut man sein Zeit bei Regen ab.

So sehr wir unser großes Familienzelt lieb(t)en – wir wollten uns einfach trennen von der Wetterabhängigkeit zum Zeitpunkt der Ankunft oder Abreise.

Festunterkünfte, mobile Homes und Ähnliches sind für uns keine Alternative. In Frage kommen ein Wohnmobil oder ein Wohnwagen. Ersteres ist mit relativ hohen Kosten verbunden. Ein Wohnwagen dagegen erscheint bezahlbar und lässt einen eher geringen Wertverlust erwarten.

Welchen Wohnwagen?

In den letzten Jahren, genauer gesagt seit 2014, haben wir erste und gute Erfahrungen mit Wohnmobilen von Carado und Dethleffs gemacht (und über einige dieser Reisen berichtet). Mit Wohnwagen haben wir uns bisher so gut wie nicht beschäftigt. Weder mit Größe, Länge, Gewicht, Grundriss, Preis oder Hersteller und Produktvarianten.

Hobby Ausstattung 495 UFE Sitzgruppe

Welchen Grundriss?

Mit Freunden, die sich in etwa zur gleichen Zeit ebenfalls einen Wohnwagen kauften, haben wir über das Thema „Rundsitzgruppe“ gesprochen. Hier wurde schnell klar, es geht um die Frage „große Sitzgruppe“ oder Stockbetten. Letztere wollten wir keinesfalls, denn das würde nicht mehr zum Alter der Kinder passen und diese wären später, wenn die Kinder im Zelt schlafen oder alleine in den Urlaub fahren, schlicht überflüssig. Also: Rundsitzgruppe. Diese lässt sich in wenigen Sekunden umbauen in ein geräumiges Bett für 2 Kinder.

Hobby Ausstattung 495 UFE Bett

Nächste Frage: wie wollen die Eltern schlafen? Es gibt drei Alternativen. Queen-Size-Bett, Einzelbetten oder französisches Bett. Anfangs gefällt uns die Variante mit dem französischen Bett. Später entscheiden wir uns für Einzelbetten – mit ausziehbarem Lattenrost durch den sich die beiden Einzelbetten in eine große „Schlaflandschaft“ verwandeln lassen (Foto folgt).

Ein kleines aber für uns wichtiges Detail: die Variante „Rundsitzgruppe“ gibt es in (mindestens) zwei Ausführungen. Zum einen mit einem „quadratischen“ Tisch (wie oben abgebildet. Zum anderen mit einem Tisch, bei dem Sitzflächen wie auch die Tischkanten unterschiedlich lang sind. Bei genauerem Nachdenken haben wir uns bewusst gegen diese Option entschieden.

Größe, Länge und Gewicht?

Ergeben sich mehr oder weniger aus dem Grundriss oder hängen damit zusammen. Mit den Einzelbetten und einer relativ großen Sitzgruppe geht eine gewissen Länge einher. Der 540 UL ist 7.291 mm lang, 2300 mm breit und hat eine technisch zulässige Gesamtmasse von 1.750 kg. Die Masse des fahrbereiten Fahrzeugs liegt bei 1.378 kg.

Ausschlaggebend für das Gewicht hat nicht zuletzt das „Zugfahrzeug“. Hier empfiehlt sich ein Blick in den KFZ Schein und ein entsprechendes Beratungsgespräch mit dem Verkäufer.

Hersteller?

Aufgrund der jahrelang guten Erfahrungen mit Dethleffs (Wohnmobilen) beschäftigten wir uns intensiv mit einem Dethleffs. Zumal Dethleffs mit dem c’go ein ganz neues und günstiges Konzept in modernen Designvarianten anbietet. Unsere Wahl fiel auf einen 495 FR für 13.999 Euro Listenpreis. Allerdings mussten wir bald feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, diesen Wohnwagen zu bekommen. Der nächstgelegene Händler, der dieses Modell vorrätig hat, liegt 450 km entfernt. Kann doch nicht sein, denke ich, dass es im Raum München keinen unseren Vorstellungen entsprechenden Dethleffs gibt. Wir fahren zu einem großen Händler in der Nähe von München und wollen uns die verfügbaren Dethleffs Modelle ansehen, die für uns – auch neben dem 495 FR – in Frage kommen könnten. Leider war an diesem Tag der Spezialist für Dethleffs Wohnwagen im Urlaub und kein Kollege konnte uns sagen, welche in Frage kommenden Modelle sofort oder zeitnah verfügbar wären.

Die Pfingstferien standen vor der Tür. Unser Ziel war, über das letzte Ferienwochenende mit unserem neuen Wohnwagen ein paar Tage in den (Kurz-)Urlaub zu fahren. Also hatten wir ein wenig Zeitdruck und sahen uns bei anderen Händlern um, welche Modelle zeitnah und mit überschaubarem Kostenaufwand verfügbar sind. Fündig wurden wir dann bei Hobby.

Hobby Ausstattung 495 UFE 2

Zunächst blieben wir bei der Ausstattung, so wie sie der c’go hatte. 495, Rundsitzgruppe, französisches Bett. Parallel sahen wir uns den 540 mit ähnlicher Ausstattung aber Einzelbetten an. Ein solches Modell war verfügbar, kostete aber gleich über 22.000 Euro. Mit Klimaanlage. Wollten wir aber nicht und an erster Stelle musste die „1“ stehen. Nach längeren Recherchen und Gesprächen mit unserem Verkäufer bot uns dieser einen 540 UL, Modell 2017, ohne Klimaanlage für rund 19.500 Euro an.

Entscheidung

Das Angebot für den 495 UFE zu 18.990 Euro (sogar inklusive Vorzelt) war eigentlich unschlagbar. Dennoch fühlten wir uns mit dem französischen Bett nicht 100% wohl. Perfekt wären schon die Einzelbetten mit dem ausziehbaren Lattenrost. Da der Preis hierfür immer noch die „1“ an erster Stelle hatte, entschieden wir uns für den 540 UL Excellent. Jetzt freuen wir uns auf den 14.7.17 wenn wir unser neues fahrbares Apartment abholen und sind gespannt, wo die erste Fahrt hingeht ….

Was ist noch zu tun?

Die Papiere (Fahrzeugbrief und EG Übereinstimmungsbescheinigung) haben wir erhalten. Vor der Abholung geht’s nun noch um die Formalitäten wie Versicherung, Zulassung etc. und den Kauf des nötigen Zubehörs.

Wer hat Erfahrung mit der Versicherung von Wohnwagen? Welche Versicherung (Gesellschaft) ist empfehlenswert? Sollte es dieselbe des „Zugfahrzeugs“ sein? Unbedingt Vollkasko oder reicht Teilkasko? Viele, viele Fragen … Freue mich auf Tipps!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Markus Köhler sagt:

    Gratuliere zum neuen Wohnwagen
    Haben unseren auch letzte Woche geholt. Einen 560UL Excellent.
    Haben uns genauso gefreut wie ihr.
    Der Reisebericht von euch spiegelt sich mit dem von uns. Haben genau das selbe erlebt.
    Wünschen euch immer gute Fahrt und wunderschöne Urlaube.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.